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    Müller: "Es ist nicht immer leicht"

    Arjen Robben mag es nicht - auch Thomas Müller muss sich erst noch daran gewöhnen. Im Interview spricht der 23-Jährige über das neue Rotationsprinzip beim FC Bayern.

    Herr Müller, der FC Bayern hat den besten Ligastart in der Vereinsgeschichte hingelegt, kann die Serie im Heimspiel gegen Wolfsburg am Dienstag weiter ausbauen. In Pokal und Champions League läuft ebenfalls alles nach Plan. Worin liegt der Schlüssel für den glatten Einstieg in die Saison?

    Thomas Müller: Wir versuchen, sehr konzentriert und konsequent zu arbeiten. Insgesamt ist das bisher einfach der Ertrag der Arbeit in der Vorbereitung. Das Team um uns herum und die Mannschaft selbst hat versucht, die Reserven rauszukratzen - damit wir uns im Vergleich zum Vorjahr verbessern.

    In welchem Bereich genau lag und liegt dabei der Schwerpunkt?

    Müller: Wir versuchen, besser organisiert zu sein. Auf dem Platz sieht man das teilweise auch schon. Bislang funktioniert das ganz gut, und so wollen wir weitermachen.

    Sie selbst hatten beim jüngsten Sieg auf Schalke gewaltige Leistungsschwankungen. Erst technische Fehler beim Torschuss oder einfachen Ballannahmen, dann eine Torvorlage auf Toni Kroos gegeben und den zweiten Treffer selbst erzielt. Da war vermutlich einiges los in Ihnen?

    Müller: Mich freut‘s, dass es gut läuft - auch wenn es gegen Schalke über weite Strecken nicht so gut gelaufen ist. Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte ich einen einfachen Pass nicht annehmen - als ob ich in der Kreisklasse spiele. Aber ich versuch‘, mich da nicht runterzuziehen, sondern mich wieder aufzurappeln. Und zum Glück haben mir die anderen nach meinen Fehlern ab und zu noch den Ball gegeben.

    Nach ihrem kunstvoll-gewitzten 2:0 haben die Schalker die Gegenwehr endgültig eingestellt. Wie haben Sie den Treffer in Erinnerung?

    Müller: Ich würde sagen, ich habe den Ball mit dem Außenrist ins Tor geschoben. Aber fragen Sie mich nicht - es ist einfach passiert.

    Was auch passiert, ist, dass in München die Rotationsmaschine auf Hochtouren läuft. Wie behagt Ihnen das?

    Müller: Wir sind in einer Situation, wo du weißt, dass immer einer nachrücken kann. Als Spieler bist du da immer unter Zugzwang - was größtenteils eher motivierend als belastend ist.

    Und sehr erfolgreich. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge warnt nach den Erfahrungen der letzten Saison deshalb schon vor Übermut. Wo haben Sie beim Schalke-Spiel noch Schwächen erkannt?

    Müller: Wir hatten nur in den 20 Minuten vor der Pause keine gute Phase. In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir mehr Ordnung haben müssen - und das hat gefruchtet.

    Jupp Heynckes freut’s, und die große Auswahl an Top-Spielern betrachtet der Trainer ohnehin ganz nüchtern. Er habe jetzt 18 Stammspieler, sagt er, was seine Mannschaft unberechenbarer mache. Sehen Sie den enormen Konkurrenzkampf ebenfalls so positiv?

    Müller: Wir haben Leute, die du nachlegen kannst - und Spiele werden oft von der Bank entschieden. Aber klar: Wenn du über diese Situation nachdenkst, denkst du auch über deine eigene Situation nach. Und das ist nicht immer nur leicht, damit umzugehen. Daran müssen wir Spieler uns gewöhnen, das gilt auch für mich. Aber den Verein an sich bringt die aktuelle Situation vorwärts.

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