Ein souveräner FC Bayern hat mit dem beruhigenden 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel und dem Rückenwind aus der Bundesliga auch im einseitigen Rückspiel gegen Marseille nichts mehr anbrennen lassen. Der deutsche Rekordmeister schaukelte das Spiel überlegen nach Hause und marschierte schnurstracks ins wahrscheinliche Traum-Halbfinale gegen Real Madrid.
Gegen harmlose Südfranzosen war der Drops nach der frühen Führung durch Gomez-Ersatz Ivica Olic endgültig gelutscht. In der ereignislosen zweiten Halbzeit schonte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes dann die Kräfte. OM war zu keiner Zeit ein Gegner für konzentrierte Münchner. Im Halbfinale am 17. und 25. April gegen die Königlichen wird allerdings eine ungleich schwerere Aufgabe auf die Bayern warten. Vom spanischen Rekordmeister dürften die durchaus vorhandenden Nachlässigkeiten des FCB gegen Marseille eiskalt bestraft werden. Dennoch lebt der Traum des FC Bayern vom Finale im eigenen Stadion.
12. Dicke Chance für Marseille. Badstuber sieht im Zweikampf nicht gut aus, und wieder entschärft Neuer die Situation. Dieses Mal klärt der FCB-Schlussmann per Fußabwehr.
17. Marseille hat sich offenbar dazu entschlossen, noch ein bisschen mitzuspielen. Mbia kommt zentral am Strafraum zum Abschluss, aber wieder klärt Neuer mit einer starken Parade.
27. Doppelchance für die Bayern: Zunächst prüft Kroos Mandanda mit einem Linksschuss, dann wehrt Marseilles Kapitän einen sehenswerten Volley von Timoschtschuk ab.
33. So viel Freiraum hätte der FCB wohl gerne in jedem Spiel. Kroos kann in aller Ruhe aus 18 Metern abziehen. Mandanda verschätzt sich und zieht die Hände weg. Der Ball klatscht an den Außenpfosten.
Der Kroate kommt in der Regel nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinaus. Gegen OM nutzte der wie immer fleißige Olic seinen Startelf-Einsatz und sorgte mit seinem Doppelpack früh für entspannte Mienen in der Allianz-Arena.
Die Schlinge um den Hals von Marseilles Trainer zieht sich mehr und mehr zu. Angesichts von Platz neun in der Liga, dem Aus in der Champions League und dem zehnten sieglosen Spiel in Serie dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, wann den OM-Bossen um Klubbesitzerin Margarita Louis-Dreyfus der Geduldsfaden reißt.
Zwischenzeitlich drohte der Traum vom Endspiel im eigenen Stadion zum Albtraum zu werden. Doch nun sind es nur noch zwei Spiele bis zum Saisonhöhepunkt in der Königsklasse am 19. Mai.
