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    Tour de France - Die letzte Chance für Nibali

    Noch ein letztes Mal im Verlauf dieser Tour geht es auf der 17. Etappe durch die Berge. Im Ski-Ort Peyragudes wartet eine völlig neue Bergankunft auf das Peloton, doch die großen Schwierigkeiten stehen bereits davor auf dem Programm. Spannend wird es im Kampf um Podium und Bergtrikot.

    Mit lediglich 143,5 Kilometern ist das letzte Pyrenäen-Teilstück abgesehen von den Zeitfahren und der Pariser Schlussetappe zwar die kürzeste Prüfung der 99. Frankreich-Rundfahrt - doch mit zwei Bergwertungen der 1. Kategorie und einem Ehrenkategorie-Anstieg ist sie bei weitem nicht die leichteste.

    Gleich zu Beginn wartet der 9,3 Kilometer lange und 9,1 Prozent steile Col de Mente (1. Kategorie). Anschließend folgt eine hügelige Fahrt am nördlichen Rand der Pyrenäen entlang über den Col des Ares (2. Kat.) und die Cote de Burs (3. Kat.), bevor die Route wieder in Richtung Süden abbiegt und in die Berge zurückkehrt.

    Über den Port de Bales (Ehrenkategorie) geht es hinunter zum Fuß des Col de Peyresourde. Keine fünf Kilometer vom Tagesziel des Vortags beginnt der letzte lange Anstieg des Tages, der auf demselben Asphaltband zum Peyresourde hinaufführt, das die Fahrer auf der 16. Etappe in Richtung Ziel hinunterkamen.

    Nibali muss angreifen

    Auf der Passhöhe warten diesmal jedoch keine Bergpunkte, denn es folgt lediglich eine drei Kilometer lange Abfahrt, bis ein Linksabzweig in Richtung Peyragudes erreicht ist. Erst nach weiteren drei ansteigenden Kilometer mit Rampen jenseits der zehn Prozent ist am Ortseingang von Peyragudes die letzte Bergwertung der 1. Kategorie erreicht. Anschließend folgen 1.000 flache Meter zum Ziel.

    Durch das Auf und Ab im Finale bietet sich für den abfahrtsstarken Gesamtdritten Vincenzo Nibali noch eine letzte Chance, den 18 Sekunden vor ihm liegenden Chris Froome zu attackieren. Dazu aber sollte er bereits vor der Peyresourde-Passhöhe eine Lücke reißen und diese dann in der kurzen Abfahrt mit voller Kraft weiter vergrößern.

    Hat Voeckler noch die Kraft?

    Interessant wird es auch im Kampf um die Bergwertungen wieder. Thomas Voeckler hat durch seinen Etappensieg in Bagneres-de-Luchon zwar das Gepunktete Trikot übernommen, sein Vorsprung auf den Schweden Fredrik Kessiakoff beträgt jedoch nur vier Punkte.

    Während Voeckler auf der 16. Etappe bei knapp 30 Grad aber bis zum Ende voll durchzog, sparte der Astana-Mann auf den letzten Kilometern einige Kräfte. Wenn er sich über Nacht gut erholt, könnte Kessiakoff erneut in eine Ausreißergruppe gehen, und sich das Trikot so zurückholen, während Voeckler im Hauptfeld, wie am Tag nach seinem ersten Etappensieg, noch seine Wunden leckt.

    Insgesamt 62 Bergpunkte sind auf dem Weg nach Peyragudes für einen Fahrer maximal zu vergeben - die letzten 20, einen Kilometer vor dem Ziel, sollten für Ausreißer jedoch schwer zu erreichen sein. Es sei denn, die Sky-Mannschaft schlägt im Hauptfeld einmal mehr lange ein ruhiges Tempo an und verschenkt den Tagessieg.

    TV-Tipp:

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