Aus Danzig berichtet Dirk Adam (twitter: @dirk_adam)
Auf dem Weg zum großen Ziel wartet auf die deutsche Nationalmannschaft eine Menge Arbeit - sicher ist noch nichts.
"Es ist eine komische Situation in der Gruppe. Wir haben beide Spiele gewonnen, können aber trotzdem ausscheiden", so Lahm.
Große Leistungssteigerung
Selbst Holland, das noch kein Spiel gewinnen konnte, hat noch Chancen aufs Weiterkommen. Der Kapitän ist aber optimistisch.
"Natürlich ist es wichtig, dass wir beide Spiele gewonnen haben, gegen Portugal und gegen Holland. Das ist eine super Ausgangsposition vor dem letzten Gruppenspiel. Mit einem Unentschieden können wir Erster werden."
Ihm macht auch keine Angst, dass Deutschland in den letzten Minuten immer kämpfen musste. "Zum Schluss wurde es immer eng. Erst gegen Portugal, dann gegen Holland. Aber insgesamt war das Holland-Spiel eine große Leistungssteigerung."
Lahm findet seine Form zurück
Der 28-Jährige ist aus dem DFB-Team nicht mehr wegzudenken, löst mit großer Übersicht und gutem Stellungsspiel die meisten Zweikämpfe ohne Fouls. "Es ist mein achtes Jahr bei der Nationalmannschaft. Ich denke, dass ich eine gewisse Erfahrung habe."
Mit diesem Selbstbewusstsein und dem eigenen Anspruch steckt sich Lahm immer wieder höhere Ziele. "Natürlich war ich nicht zufrieden mit meiner Leistung beim ersten Spiel gegen Portugal. Ich muss sagen, dass war eines der schwierigsten Spiele in meiner Karriere."
"Vielleicht lag es an der Luftfeuchtigkeit, vielleicht lag es aber auch daran, dass ich den nötigen Rhythmus nicht mehr hatte. Jetzt habe ich meine Form gefunden und so kann es in den nächsten Wochen weitergehen", so Lahm in einem Interview mit "dfb.de".
"Jetzt gilt es gegen Dänemark"
Optimismus verbreitet er auch in Sachen Schweinsteiger: "Man darf nicht vergessen, dass Bastian lange verletzt war und seine Form wiederfinden muss. Das ist ganz normal. Und ich denke, dass er jetzt wieder zu seiner Form findet. Das hat er gegen Holland gezeigt."
"Dass er wichtig für die Mannschaft ist, ist keine Frage", stellte Lahm klar und blickte voraus. "Jetzt gilt es gegen Dänemark, den Sack zuzumachen und ins Viertelfinale einzuziehen. Ich denke, dass wir defensiv genauso arbeiten müssen wie in den ersten beiden Spielen."
"Offensiv müssen wir so agieren wie gegen Holland, dass wir unsere Schnellangriffe machen, dass die Spieler wieder steil gehen und zum Torabschluss kommen."
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