Mit ihm auf dem Treppchen standen Jake Dennis (Fortec Motorsports) und Stoffel Vandoorne (Josef Kaufmann Racing).
Im zweiten Qualifying machte der Regen den Fahrern das Leben schwer. In der ersten Gruppe schnappte Oliver Rowland (Fortec Motorsports) Stoffel Vandoorne die schnellste Runde am Ende des Qualifyings weg. Die schnellste Zeit insgesamt ging jedoch an Andrea Pizzitola (R-Ace GP), der die zweite Gruppe anführte. Das Franzose sicherte sich seine erste Pole-Position überhaupt und nahm seinen Platz in der ersten Reihe neben Oliver Rowland ein.
Auf regennasser Strecke bildeten Andrea Pizzitola und Daniil Kvyat bei der Einfahrt in die Raidillon das Führungsduo. Der Franzose kam jedoch von der Strecke ab und viel um mehrere Plätze zurück. Die schlechten Sichtverhältnisse führten anschließend zu einem Unfall mit mehreren Fahrern. Norman Nato (RC Formula), Victor Franzoni (Koiranen Motorsport), Stefan Wackerbauer (Koiranen Motorsport), Dan de Zille (Fortec Motorsports), Yu Kanamaru (KTR), Oscar Tunjo (Tech 1 Racing), Matthieu Vaxivière (Tech 1 Racing) und Javier Tarancon (RC Formula) waren an dem Unfall beteiligt und das Rennen wurde dementsprechend durch die rote Flagge unterbrochen.
Ende nach roter Flagge
Der Neustart des Rennens erfolgte hinter dem Safety-Car, wobei Daniil Kvyat vor Stoffel Vandoorne, Jake Dennis und Oliver Rowland (Fortec Motorsports) in Führung lag. Anschließend schnappte sich Jake Dennis in der Haarnadelkurve La Source den zweiten Platz von Vandoorne. Paul-Loup Chatin (Tech 1 Racing) erregte durch sein Überholmanöver von Miki Weckström (KTR) ebenfalls Aufmerksamkeit und schob sich auf den fünften Platz vor.
Daniil Kvyat, nach wie vor der Führende, nutzte seine Position vor dem Feld und baute seinen Vorsprung auf circa zwei Sekunden aus, obwohl Jake Dennis das Tempo des Führenden zu diesem Zeitpunkt mitgehen konnte. Weiter hinten im Feld hielt sich Stoffel Vandoorne Oliver Rowland vom Leib, während die Verfolgergruppe von Paul-Loup Chatin angeführt wurde. Josh Hill (Fortec Motorsports), Sohn von Damon Hill, glänzte anschließend, indem er sich an Ignazio d’Agosto vorbei auf den siebten Platz vorschob.
Das Rennen wurde anschließend erneut durch eine rote Flagge unterbrochen und wurde nicht wieder aufgenommen, nachdem Alex Riberas (Josef Kaufmann Racing) von der Strecke abgekommen war. Das bedeutete, dass Daniil Kvyat zum Sieger eines turbulenten Rennens erklärt wurde, wobei Jake Dennis und Stoffel Vandoorne auf den zweiten bzw. dritten Platz fuhren. Mit seinem dritten Sieg im vierten Rennen baut der Russe Kvyat seine Führung im Formel Renault 2.0 Eurocup jetzt vor Stoffel Vandoorne aus.
Die Stimmen zum Rennen:
Daniil Kvyat: "Die Rennbedingungen waren sehr schwierig und ich wusste, dass es wichtig war, die Führung direkt nach dem Start zu übernehmen. Ich bin Risiken eingegangen und das hat sich ausgezahlt. Es war nervenaufreibend und es war nicht leicht, die Kontrolle zu behalten als das Rennen unterbrochen wurde. Ich profitierte von den besseren Sichtverhältnissen im Vergleich zu den anderen und das hat den Unterschied ausgemacht. Nach meiner relativ unterdurchschnittlichen Leistung im ersten Rennen ist das ist ein wichtiger Sieg."
Jake Dennis: "Ich habe einen guten Start hingelegt und konnte mich auf den dritten Platz vorschieben. Beim Neustart versuchte ich einen Angriff auf Stoffel Vandoorne. Auf mir lastete kein besonderer Druck, da ich nicht um die Gesamtwertung kämpfe. Es funktionierte gut. Ich hatte nicht erwartet, eine Chance auf einen Platz auf dem Treppchen im Formel Renault 2.0 Eurocup zu haben, so dass dies ein sehr gutes Ergebnis ist."
Stoffel Vandoorne: "Zwei Plätze auf dem Treppchen in Spa-Francorchamps sind ein gutes Ergebnis. Das einzige, was ich im Hinblick auf das heutige Rennen bedaure ist, dass Daniil Kvyat seine Führung durch den Rennsieg ausbauen konnte. Obwohl ich nicht gewinnen konnte, ist es doch eine große Freude, vor so vielen Zuschauern zu fahren, trotz des schlechten Wetters."
TV-Tipp: Verfolgen Sie 2012 alle Entscheidungen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft bei Eurosport und Eurosport 2. Verpassen Sie kein Rennen, wenn Chevrolet, SEAT und BMW um den Sieg kämpfen. Weiter geht’s am 21./22. Juli in Brasilien.
