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    Kroos: "Diesen Fehler machen wir nicht"

    Kroos im Interview

    Wie wichtig war der Sieg gegen Hannover?

    Toni Kroos: Nach den schweren 120 Minuten im Pokal war es für die gesamte Mannschaft wichtig, in der Bundesliga nachzulegen, um den Druck auf Dortmund weiter zu erhöhen. Das haben wir uns vorgenommen und das ist uns gelungen.

    Dennoch hatte man den Eindruck, dass Bayern am Ende die Luft etwas ausgegangen ist...

    Kroos: Wir haben uns in der zweiten Halbzeit das Leben selbst schwer gemacht. Wir hätten das Spiel eher entscheiden müssen. Nach dem 2:0 wäre ein weiteres Tor wichtig gewesen, was aber nicht passiert ist. Und Hannover ist eine Mannschaft, die immer wieder zurück ins Spiel kommt. Deshalb wurde es hinten raus noch einmal eng.

    Haben Sie bei Ihrem Treffer kurz überlegt, ob Sie den Ball ins Tor lupfen?

    Kroos: Wenn ich den Ball bekomme, schaue ich natürlich, welche Möglichkeiten ich habe, um ein Tor zu machen. Da es im Strafraum relativ voll war und der Torwart lange stehen geblieben ist, habe ich mich für einen Lupfer entschieden. Das hat zum Glück geklappt. Wenn es nicht funktioniert hätte, hätten vielleicht viele gesagt, das wäre arrogant gewesen.

    Dieser Treffer wirkte unheimlich abgeklärt. Was gibt Ihnen die nötige Sicherheit?

    Kroos: Ich denke, dass jeder seine Art hat, Fußball zu spielen. Aber wenn man einen guten Lauf hat, immer spielt und als Mannschaft eine gute Serie hinlegt, dann verspürt man in diesen Situationen natürlich eine andere Sicherheit. Das hat man auch an meiner Vorlage für Mario Gomez gesehen.

    Nach dem verunglückten Schuss von Jerome Boateng hat Manuel Neuer den Sieg mit einem tollen Reflex festgehalten. Haben Sie sich schon bei Ihm bedankt?

    Kroos: Nein, das nicht. Dafür ist er ja da... (lacht). Aber ich hatte den Ball fast schon drinnen gesehen. Dass Manuel aber damit rechnet und die Kugel hält, ist fast schon schwieriger, als wenn ein Stürmer so einen Ball schießt. Ich hätte das Ding auf jeden Fall nicht gehalten. Das war klasse.

    Im Kampf um die Meisterschaft haben Sie den Druck auf erhöht. Hoffen Sie auf einen Punktverlust von Borussia Dortmund?

    Kroos: Selbstverständlich. Ich werde mich nicht hinstellen und sagen, es ist mir egal wie Dortmund spielt. Natürlich hoffen wir, dass Dortmund auf der Zielgeraden noch Punkte liegen lässt.

    Am Mittwoch trifft Bayern in der Champions League auf Olympique Marseille. Wie schwer wird das Hinspiel?

    Kroos: Wir werden auf jeden Fall nicht den Fehler machen und Marseille unterschätzen. Sie haben Dortmund zwei Mal geschlagen, was uns noch nicht gelungen ist. Das ist für uns aber Anreiz genug, um das Hinspiel einhundert Prozent konzentriert anzugehen und Topleistung zu zeigen. Immerhin ist es ein Champions-League-Viertelfinale.

    Viele Bayern-Fans träumen bereits von einem Halbfinale gegen Real Madrid.

    Kroos: Wir konzentrieren uns nur auf uns selber. Es ist uns egal, was andere denken oder sagen. Aber wenn wir beide Spiele gegen Marseille gewinnen, wäre diese Begegnung durchaus denkbar. Wichtig ist, dass wir uns nicht die Konstellation wie zuletzt gegen Basel einbrocken, denn wir werden nicht jedes Rückspiel mit 7:0 gewinnen.

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