Zwei Spiele, nur ein Tor und vor allem im Abschluss zu harmlos - so präsentierte sich der FSV Mainz 05 an den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen. "Im Moment haben sind wir in der Situation, dass wir hochkarätige Chancen nicht nutzen" befand auch Trainer Thomas Tuchel nach der 0:1-Heimpleite gegen Aufsteiger Greuther Fürth.
Wechsel auch "familiär" von Vorteil
Vier Tage nach Ende der Wechselfrist präsentiert man in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt nun die Antwort auf die Flaute. Der 32 Jahre alte Ivan Klasnic unterschrieb einen Einjahresvertrag. "Ivan Klasnic war von Anfang an unser Plan B, den wir nach dem Scheitern des Wechsels von Adrian Ramos umgehend umsetzen wollten", erklärte Manager Christian Heidel. "Wir suchten zu unserer jungen Offensivabteilung einen erfahrenen Stürmer, der die Bundesliga kennt. Diesen sehen wir in Ivan Klasnic, der seine Qualitäten, insbesondere beim Torabschluss, bei allen seinen bisherigen Stationen nachgewiesen hat."
Nicht nur in Mainz, sondern auch in Bremen freut man sich über den Klasnic-Deal. "Er ist ein absolutes Schlitzohr", sagte Werder-Kapitän Clemens Fritz. "Er kann von mir aus viele Tore für Mainz schießen, nur nicht gegen uns." Auch Trainer Thomas Schaaf meinte: "Ich freue mich, dass er wieder da ist."
Die Verpflichtung des in der Vorsaison bei den Bolton Wanderes unter Vertrag stehenden Klasnic' war nötig geworden, nachdem mit Anthony Ujah (1.FC Köln), Petar Sliskovic (Dynamo Dresden), Mohamed Zidan (Baniyas SC), Sami Allagui (Hertha BSC) und Deniz Yilmaz (SC Paderborn) gleich fünf Angreifer den Klub im Sommer verlassen hatten.
Eric Maxim Choupo-Moting und Adam Szalai sollen künftig von dem erfahrenden Kroaten profitieren und durch sein Engagement entlastet werden. Der Stürmer war auch immer wieder mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht worden, entschied sich letztlich jedoch für das Angebot der Mainzer und somit nach vier Jahren für die Rückkehr nach Deutschland.
"Ich hatte eine ganze Reihe von Anfragen, aber die Möglichkeit bei Mainz 05 und in der Bundesliga zu spielen hat mich am meisten gereizt. Auch familiär hat der Wechsel etwas Gutes, denn durch mein Engagement in Mainz bin ich näher bei meiner in Hamburg lebenden Tochter", begründet Klasnic seine Wahl. "Ich werde sofort beginnen meinen Trainingsrückstand aufzuholen, um der Mannschaft sehr schnell zu helfen.“
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