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    Kerber greift nach dem Turniersieg

    Angelique Kerber steht zum vierten Mal in diesem Jahr im Finale eines WTA-Turniers. Die Kielerin gewann beim hochrangig besetzten Hartplatz-Event in Cincinnati ihr Halbfinale gegen die tschechische Weltranglisten-Fünfte und Wimbledon-Gewinnen von 2011, Petra Kvitova, in 1:54 Stunden 6:1, 2:6, 6:4.

    Eine Woche vor dem Start der US Open untermauerte die Weltranglisten-Siebte mit dem Endspiel-Einzug ihre Zugehörigkeit zur absoluten Spitze.

    Das Selbstbewusstsein vor ihrem vierten Finale des Jahres - in Paris und Kopenhagen gab es Siege - ist nachvollziehbar. Gegen Kvitova feierte Kerber schon den 53. Saisonsieg - keine andere Spielerin hat 2012 so oft gewonnen. Wenn es in den dritten Satz geht, ist die Linkshänderin fast unschlagbar - 19:1 lautet ihre Bilanz. "Sie ist eine starke Gegnerin, ohne richtige Schwäche. Sie gibt ihrer Kontrahentin nicht viel", meinte Mary Joe Fernandez als Expertin des TV-Senders ESPN. Die ehemalige Weltklassespielerin hatte Kerber nach deren Viertelfinal-Erfolg gegen die zuvor in 19 Partien ungeschlagene Olympiasiegerin Serena Williams zum "Giganten-Killer" erklärt.

    Doch im zweiten Satz nahm sich Kerber gegen Kvitova eine lange, ungewollte Auszeit. Nach der 2:1-Führung lief nichts mehr, die Kielerin verlor sechs Spiele in Serie und fand erst im dritten Durchgang zurück in die Partie. "Ich bin eigentlich ganz gut in den Satz reingekommen, aber dann hat Petra angefangen, Winner zu schlagen und ich hatte keine Chance mehr", sagte Kerber, deren Vorsatz, "bis zum letzten Punkt zu fighten", letztlich aufging.

    Im Finale gegen Li

    Im Endspiel der mit 3,43 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung muss sich Kerber mit Li Na auseinandersetzen. Die Chinesin besiegte in ihrem Vorschlussrunden-Duell Venus Williams aus den USA mit 7:5, 3:6, 6:1. "Ich weiß gar nicht, was passiert ist", gestand eine überwältigte Li, "aber die Bälle gingen heute einfach alle rein."

    Mit dem Sieg in Cincinnati behielt die Chinesin ihre weiße Weste in Matches gegen Wiliams, die sie schon in den beiden vorherigen Treffen bei Olympia 2008 in Peking sowie den Australian Open 2010 bezwingen konnte.

    "Gegen Li habe ich nichts zu verlieren. Ich werde rausgehen und das Finale genießen", sagte Kerber. Allerdings konnte die Linkshänderin gegen die Chinesin erst eines von fünf Duellen für sich entscheiden. "Sie bewegt sich sehr gut, spielt die Bälle tief und hart - dazu hat sie einen exzellenten Aufschlag. Das wird ein hartes Match. Wenn ich eine Chance haben will, muss ich 100 Prozent geben."

    TV-TIPP:

    Verfolgen Sie das Finale zwischen Angelique Kerber und Li Na beim WTA-Turnier in Cincinnati ab 22:00 Uhr LIVE bei Eurosport und im Eurosport Player!

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