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    Kerber beendet Williams' Serie

    Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Cincinnati für eine Überraschung gesorgt. Sie beendete sie Siegesserie von Serena Williams, die zuletzt 19 Matches in Folge gewinnen konnte. Im Viertelfinale von Cincinnati behielt Kerber gegen die viermalige Olympiasiegerin mit 6:4 und 6:4 die Oberhand.

    Kerber, die Nummer Sieben der Welt übernahm von Beginn an die Kontrolle über die Partie. Schon im ersten Aufschlagspiel durchbrach sie das Service ihrer Kontrahentin und gab den Vorteil bis zum Satzende nicht mehr ab. "Ich hatte nichts zu verlieren und wollte Punkt für Punkt mein bestes spielen", sagte eine völlig überwältigte Kerber im Sieger-Interview noch auf dem Court. "Das war einer der größten Siege meiner Karriere, ein unglaublicher Erfolg", sagte die Fed-Cup-Spielerin: "Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, wer da auf der anderen Seite steht."

    Auch im zweiten Durchgang bestimmte die Deutsche das Geschehen, sicherte sich ein frühes Break und verwaltete den Vorsprung bis zum Schluss. Zwar vergab sie ihren ersten Matchball per Doppelfehler, doch im dritten Versuch machte Kerber nach 78 Minuten schließlich mit einem Ass den Sack zu. "Ich war am Ende ziemlich nervös", gestand sie. "Beim letzten Punkt wollte ich mich nur auf den Aufschlag konzentrieren, dann hat es geklappt."

    Schwarzer Tag für Williams

    Allerdings erwischte Serena Williams auch einen rabenschwarzen Tag. Die 14-malige Grand-Slam-Siegerin brachte zehn Tage vor Beginn der US Open nicht einmal die Hälfte ihrer ersten Aufschläge ins Feld und erlaubte sich 33 unerzwungene Fehler - zwei davon in Folge beim Stand von 3:4 im zweiten Satz, als sie zunächst einen Schmetterball im Netz versenkte und im Anschluss einen leichten Volley meterweit ins Aus setzte.

    "Ich brauche wohl eine Pause", meinte die 30-Jährige sichtlich gefrustet. Seit ihrer Erstrunden-Niederlage bei den French Open am 29. Mai gegen Virginie Razzano aus Frankreich war sie unbesiegt geblieben. Williams hatte seitdem alle 19 Matches gewonnen, nacheinander in Wimbledon, Stanford und bei den Olympischen Spielen triumphiert und in dieser Zeit nur drei Sätze abgegeben. Sie galt als unbesiegbar - doch dann kam Kerber.

    "Es ist unglaublich, sie hat so viele Grand Slams und gerade Olympia-Gold gewonnen - sie zu schlagen ist natürlich etwas ganz Großes", sagte die glückliche Siegerin. Während Kerber auf dem Weg zu den am 27. August beginnenden US Open in New York weiterhin Matchpraxis sammeln kann, will Williams jetzt erst einmal einige Tage Abstand gewinnen, den Akku aufladen und sich für das "Heimspiel" in Flushing Meadows motivieren. "In New York werde ich besser sein - versprochen."

    Durch den ersten Sieg im zweiten Vergleich mit der an Nummer zwei gesetzten US-Amerikanerin zog Kerber ins Halbfinale des mit 2,17 Millionen Dollar dotierten Hartplatzturniers ein. In der Vorschlussrunde steht Deutschlands Nummer eins nun Petra Kvitova gegenüber. Die Tschechin schaltete Anastassija Pawljutschenkowa aus Russland mit 6:3, 7:6 (7:4) aus.

    TV-Tipp:

    Verfolgen Sie vom 13. bis 19. August das mit 1,73 Millionen Euro dotierte WTA-Turnier in Cincinnati live bei Eurosport und Eurosport 2 - sowie im Eurosport Player.

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