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    S04: Kampf im "Maschinenraum"

    Der "Sechser" ist die Schlüsselposition im modernen Fußball. Auf Schalke herrscht dort ein Überangebot. Neuzugang Roman Neustädter muss sich hinten anstellen. Denn die alteingesessenen Lewis Holtby und Jermaine Jones visieren die Startelf an. Auch der Kapitän mischt mit.

    Der Kader des FC Schalke 04 ist breit aufgestellt. Die Verantwortlichen um Manager Horst Heldt haben in mühsamer Kleinarbeit eine schlagkräftige Truppe zusammengebaut. Besonders im Mittelfeld kann Trainer Huub Stevens aus dem Vollen schöpfen. Härtefälle sind vorprogrammiert.

    Neuzugang Roman Neustädter war in der vergangenen Saison zu großen Teilen mitverantwortlich für den Höhenflug von Borussia Mönchengladbach. In 33 Einsätzen führte er die "Fohlen" als Taktgeber im defensiven Mittelfeld auf den vierten Gesamtrang. Sein als "nächster Karriereschnitt" ausgerufener Wechsel brachte ihm am Borussia-Park nicht viele neue Freunde ein.

    Nun also Schalke. Dort stellt sich der 24-Jährige dem Konkurrenzkampf. Leitwolf Jermaine Jones beansprucht den Platz des Neuen als defensiver Teil des "Sechser"-Duos, begrüßte diesen aber freundlich bei S04: "Wir haben mit Neustädter und Tranquillo Barnetta zwei starke Spieler dazugewonnen", ist der 31-Jährige sicher. Barnetta sortiert sich in der offensiveren Dreierreihe ein.

    Rutscht Höwedes aus der Elf?

    Um die zwei Plätze dahinter balgen sich Jones, Neustädter und Nationalspieler Lewis Holtby, der auf der "10" wohl gegen Julian Draxler den Kürzeren ziehen wird. Kapitän Benedikt Höwedes könnte ebenfalls an der Verlosung teilnehmen. Sein Platz in der Abwehrkette scheint alles andere als gesichert, auch wenn er unlängst im Kapitänsamt bestätigt wurde.

    "Die älteren Spieler können sich nicht ausruhen, weil die jungen Akteure sie unter Druck setzen. Denn eins ist doch klar: In einem Bundesligakader sitzt niemand gern auf der Bank, sondern alle wollen spielen", stellt Jones fest.

    In jedem Fall hat Coach Stevens die Qual der Wahl. Der Abgang von Weltstar Raul bietet aber eine ganze Menge neuer taktischer Möglichkeiten. "Das bringt uns Vorteile", schätzt Jones ein. Das Team stehe nun "mehr im Mittelpunkt". Und es zieht an einem Strang. "Es herrscht ein überragender Teamgeist", berichtet Holtby, kündigt aber an, sich "nicht stillschweigend einordnen" zu wollen.

    "Ich wäre nicht vergräzt"

    "Ich bin selbstbewusst, fit und mental frei genug, um zu spielen", so der 21-Jährige. "Aber ich weiß auch, dass man sich nie sicher fühlen darf. Der Konkurrenzdruck ist im ganzen Kader enorm, keiner lässt sich hängen. Das ist ein echter Trumpf für Schalke."

    Nicht "vergräzt" wäre er - so Holtby - sollte die Entscheidung einmal gegen ihn ausfallen. Dennoch: Auf Dauer setzt sich keiner der Hochkaräter auf die Bank. VIDEO - Fußball kurios - Khedira mit Tor-Riecher

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