"Ich glaube, dass Borussia Dortmund durch die Verpflichtung von Marco Reus noch stärker geworden ist", sagte Beckenbauer bei einer Veranstaltung des Pay-TV-Senders "Sky".
Der 23 Jahre alte Nationalspieler, der vor der Saison für 17 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zum BVB gewechselt war, werde "der neue Superstar schlechthin, falls er keine Allüren bekommt und abhebt", meinte Beckenbauer. Auch Matthäus lobt Reus' Qualitäten als Kreativspieler und sieht die besseren Titelchancen beim BVB: "Wenn bei Bayern keine Ruhe reinkommt, wird es Dortmund wieder schaffen."
Karl-Heinz Rummenigge ist sich der schwierigen Aufgabe bewusst. "Wir wissen, dass es ein hartes Jahr für den FC Bayern wird", sagte der Vorstandsvorsitzende. Derzeit ist der 56-Jährige darum bemüht, die Komplikationen beim Kauf des spanischen Mittelfeldspielers Javier Martínez auszuräumen.
Athletic Bilbao stellt sich beim 40-Millionen-Euro-Deal noch quer. "Wir würden diesen Transfer gerne machen. Wir sind bereit, die Ablösesumme – auch wenn sie sehr, sehr hoch ist – zu bezahlen, weil wir überzeugt sind, dass dem FC Bayern der Spieler sehr gut zu Gesicht stehen würde", erklärte Rummenigge.
Sammer beste Verpflichtung seit Jahren
Mit dem von allen Seiten erwarteten Titel-Zweikampf gehen die beiden deutschen Spitzenclubs sehr unterschiedlich um. Der FC Bayern glaubt an seinen neuen Heilsbringer Matthias Sammer. "Wir sind sehr glücklich mit ihm, er macht einen guten Job", sagte Rummenigge über den neuen Sportvorstand, der den Bayern-Profis die geforderte Leidenschaft vorlebt. "Wir hoffen, dass er dazu beiträgt, dass wir am Ende den ein oder anderen Titel holen, den wir zuletzt liegen gelassen haben", bemerkte Rummenigge.
Auch Beckenbauer glaubt an Sammers Sieger-Gen: "Die beste Verpflichtung des FC Bayern seit einigen Jahren, das ist Matthias Sammer. Er wird den Schlendrian der letzten beiden Jahre austreiben." Ottmar Hitzfeld gefällt die neue Strenge bei seinem ehemaligen Arbeitgeber. "Jupp Heynckes steht als Trainer noch mehr unter Druck, vielleicht lassen sich mit mehr Konsequenz noch ein paar Prozentpunkte rausholen", sagte der Schweizer Nationalcoach.
Double-Sieger Dortmund kann über den harten Kurs der Münchner genüsslich schmunzeln. "Unsere Unaufgeregtheit, das ist vielleicht unsere größte Stärke, auch wenn das manche vielleicht nicht verstehen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor dem Auftakt gegen Werder Bremen.
Die Favoritenrolle weisen die Dortmunder immer noch von sich. "Bayern ist der absolute Branchenprimus, da muss man uns verzeihen, dass wir uns realistische Ziele setzen. Wir bleiben gelassen und bedingt zuversichtlich."
VIDEO - Wo hat er denn hingezielt?
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