Yohan Blake kann mit der zweiten Niederlage, aber auch der zweiten Silbermedaille bei diesen Spielen gut leben.
"Usain hat diese beiden Titel absolut verdient", so der 22-Jährige. An der "guten Chemie" der beiden Freunde ändere sich nichts. Und noch ein Kumpel des schnellsten Mannes der Welt war dieses Mal auf der Pressekonferenz der Medaillengewinner dabei. Warren Weir. Wie Blake 22 Jahre alt, erstmals bei den Olympischen Spielen dabei - und sofort mit Edelmetall dekoriert.
Hommage an die Queen
Das Rennen haben die Insel-Sprinter gewohnt cool in Angriff genommen. Blake spielte das "Beast" und Bolt überraschte mit einer Hommage an die Queen, in dem er nach Art der Königin ins Publikum winkte.
Danach hat der nunmehr fünffache Olympiasieger seine Arbeit in 19,32 Sekunden erledigt, ehe er ein weiteres Rätsel löste. Nach seinem Erfolg über 100 Meter hatte Bolt via Twitter ein Foto von sich und mehreren schwedischen Handballerinnen veröffentlicht.
Das sorgte natürlich für Spekulationen. Alles harmlos, wie der Jamaikaner erklärte. "Wir sind zurück ins Athleten-Dorf und haben zusammen gegessen. Dann waren da diese schwedischen Spielerinnen. Die haben mich erkannt und wir haben dann dieses Foto gemacht."
"Gott hat gesagt: Es ist Usain-Time"
Nach dem Gewinn der 200-Meter-Goldmedaille wolle er einfach nur schlafen, ließ Bolt wissen. Der Topfavorit gewann zwar souverän, aber nicht problemlos. "Es war schon ein gutes Rennen. Der Schlüssel für mich war, die Kurve möglichst schnell anzugehen. Als ich aber auf die Zielgerade kam, habe ich ein Ziehen bemerkt. Von da an musste ich Yohan ganz genau im Auge behalten."

Blake selbst betonte, alles versucht zu haben. "Aber Gott hat gesagt: Es ist Usain-Time." Der Olympia-Debütant darf aber schon nach zwei Rennen zwei Medaillen sein Eigen nennen. Bolt hat fast ein wenig Mitleid mit seinem Freund. "2010 habe ich gesagt: Yohan, mein Freund, du kommst zur falschen Zeit, denn die nächsten beiden Jahre gehören mir."
Bolt brieft die Journalisten
Sein Ziel, eine Legende zu werden, habe er nun erreicht, befand Bolt. Einzig die Sorge, es könnte nicht alle Ecken der Welt vordringen, beschäftigte den 25-Jährigen.
Doch Bolt ist ein Mann der Tat. Und so schnappte er sich nach dem Ende der Pressekonferenz noch einmal das Mikrofon und wand sich im Spaß an die Journalisten: "Eine Sache wollte ich euch noch sagen: Bringt alle in euren Zeitungen und TV-Sendern: Usain Bolt ist eine Legende. Sollte ich feststellen, dass ihr das versäumt, dann gibt's eben keine Interviews mehr..."
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