Dem viermaligen Welt-Torhüter war der Anschlusstreffer durch einen Elfmeter von Mesut Özil gewaltig auf den Magen geschlagen. Auch wenn dies erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit geschah und obwohl der italienische Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.
"Wir spielen hier für etwas Einzigartiges, da können wir uns keine solche Vorstellung wie in den letzten fünf Minuten leisten. Da haben wir mit dem Feuer gespielt", wetterte der 34-Jährige.
Buffon hatte bis zum Schlusspfiff die Horrorvision einer Niederlage vor Augen. "Wenn die Deutschen mit irgendeinem Querschläger noch zum 2:2 gekommen wären, dann hätten wir wohl in der Verlängerung noch mit 2:9 verloren. Das hier ist die EURO, da kann man die Dinge nicht leicht nehmen."
Der Keeper von Juventus Turin betonte, dass es ihm schon immer auch "um die Einstellung" ging und nicht nur um Sieg oder Niederlage.
Befürchtungen, die harschen Worte nach dem großen Sieg könnten im Team nicht gut ankommen, hat Buffon nicht. Man habe, "abgesehen von ein paar alten Männern", ein junge Mannschaft, die noch lernen müsse. "Daher ist es schon Ordnung, wenn die Älteren Klartext sprechen...", so der Torwart und macht damit klar: Die Mission Italiens ist noch nicht zu Ende.

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