Der Verein steckt in einer Konsolidierungsphase und ist auf jede Geldquelle angewiesen, um den angestrebten Etat von 8,1 Millionen Euro stemmen zu können.
Präsident Matthias Rudolph forderte jüngst sogar, dass die Spieler auf 20 Prozent Gehalt verzichten sollen. "Bis jetzt musste noch keiner aus der Mannschaft auf Geld verzichten", stellte Trainer Martin Schwalb klar.
Kraft für den Trip an die Cote d'Azur gibt den Hamburgern der hartumkämpfte 29:28-Sieg beim SC Magdeburg. "So ein schweres Spiel gegen den Tabellenersten zu gewinnen und dann auch noch mit den Emotionen am Ende - das kann sehr viel wert sein", sagte HSV-Keeper Johannes Bitter.
Champions League "fest eingeplant"
Gerade im Hinblick auf den ersten Gegner Orlen Wisla Plock beim Qualifikationsturnier an der französischen Mittelmeerküste komme das neugewonnene Selbstbewusstsein genau richtig. "Die Champions League ist keine Sache, die wir als Bonus sehen. Die ist fest eingeplant. Da gehören wir hin", betonte Bitter selbstbewusst. Deshalb sei es ein Rückschritt, sollte Hamburg die Qualifikation nicht schaffen.
Mit dem polnischen Vizemeister wartet im Halbfinale jedoch eine Mannschaft, "die internationalen Ansprüchen durchaus genügt und sich verstärkt hat. Dort ist eine echte Spitzenmannschaft gewachsen", sagte Trainer Schwalb, der womöglich auf seinen Kapitän Pascal Hens verzichten muss. Der Kapitän zog sich gegen Magdeburg einen Kapseleinriss im linken Schultereckgelenk zu, soll aber mitreisen.
"Wenn Pascal ausfällt, haben wir nur noch vier Rückraumspieler für drei Positionen. Das ist eng." Umso mehr müsse nun das Team zusammenrücken, forderte Bitter: "Wir müssen versuchen, das Herz zusammenzubehalten und das grundlegende HSV-Verständnis weiterzuleben, indem wir eine knallharte Abwehr spielen und so zum Gegenstoß kommen." Im Falle eines Weiterkommens würde im Finale Gastgeber St. Raphael oder Cimos Koper aus Slowenien warten.
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