Immer wieder kommt es zu Handgreiflichkeiten. Nicht etwa gegen andere gewalttätige Gruppen, sondern gegen die eigenen Fans. Die verfeindeten Lager in Aachen werfen ein schlechtes Licht auf die Stadt und den Verein. Doch die Alemannia-Bosse scheuen sich vor härteren Strafen.
Vorerst präsentierte die Klubführung nur einen Maßnahmen-Katalog, in dem Fahnen, Banner sowie Plakate der "Karlsbande Ultras" verboten werden. Zuwiderhandlungen werden mit Stadionverbot bestraft. Zu schweren Ausschreitungen war es bereits im Dezember 2011 gekommen.
Kontakte zur rechten Szene
Damals griffen 20 teils vermummte Hooligans dieser Gruppierung die "Aachen Ultras" beim Spiel gegen Aue auf der Tribüne an. Kurz danach hinderten die "Karlsbande Ultras" die verfeindeten Fans daran, den eigenen Block beim Auswärtsspiel in Braunschweig zu betreten.
Negativer Höhepunkt war ein Drohanruf bei Kristina Walther, der Leiterin des Aachener Fanprojekts. Unbekannte verfolgten sogar ihr Auto in der Stadt. Die "Karlsbande Ultras" stehen in Kontakt zur rechten Szene, welche die "Aachen Ultras" aus dem Stadion verbannen wollen.
Politik und Gewalt auf den Rängen schrecken die echten Fußball-Fans ab, welche ihre Mannschaft lautstark unterstützen möchten. Umso fraglicher ist, ob der Maßnahmen-Katalog des Vereins greift. Viele Experten bezweifeln das. Das Verbot von Fahnen und Bannern könnte das rechte Lager nur noch wütender machen.
Der Katalog ist aber ein klares Zeichen, dass sich der Verein wenigstens von diesen Chaoten distanzieren möchte.

