Das Team erfüllte damit seine Pflicht, ohne dabei allerdings wirklich überzeugen zu können. "Nach der Niederlage gegen Australien standen wir unter Siegzwang. Von daher war es ein sehr wichtiger Erfolg, der Hoffnung macht", meinte Behrmann nach der Partie.
Vor 9000 Zuschauern in der Riverbank-Arena erzielten Marie Mävers (25. Minute) und Fanny Rinne (44.) die Tore für die DHB-Damen. Diese benötigen in den ausstehenden Partien gegen Weltmeister Argentinien am Samstag und gegen die aufstrebenden Neuseeländerinnen am Montag jedoch eine Leistungssteigerung, um unter die Top Vier zu gelangen.
Dass der "Dreier" enorm zur Steigerung des Selbstbewusstseins beigetragen hat, verdeutlichte Nina Hasselmann. "Gegen Argentinien ist längst mal wieder ein Sieg fällig", meinte die Abwehrchefin. Und auch Mandy Haase, eine von noch drei Olympiasiegerinnen von 2004, versprühte Zuversicht: "Das Turnier hat gezeigt, dass hier jeder jeden schlagen kann, also warum nicht auch wir den Weltmeister?"
Schnellstart nicht belohnt
Gegen die bisher sieglosen Südafrikanerinnen legte die DHB-Auswahl entschlossen los. Drei Strafecken in den ersten acht Minuten boten herausragende Chancen, um früh in Führung zu gehen. Doch weder Katharina Otte (5.) noch Finne Rinne, deren Schuss an die Latte knallte (7.), fanden den Weg ins Tor. Auch Natascha Keller macht es nicht besser, sie scheiterte allein vor Torfrau Mariette Rix (8.).
Damit hatten Fanny Rinne & Co. ihr Pulver vorerst verschossen. Während bei angenehmen Temperaturen auf der Tribüne die La-Ola-Welle Runde um Runde machte, tat sich auf dem Feld mehrere Minuten fast nichts mehr. Dann hatte Deutschland Glück, dass ein Konter über Sulette Damons nicht zum 0:1 führte (21.). Vier Minuten später war es dann in Marie Mävers die Zweitjüngste im Kader, die das Führungstor erzielte. Die Hamburgerin vollendete die starke Vorarbeit von Rekordnationalspielerin Keller zu ihrem ersten Turniertreffer.
Nach der Pause bemühten sich die Vize-Europameisterinnen um mehr Zug zum Tor. Zunächst hatten sie aber zweimal das Glück auf ihrer Seite: Ein Fehler von Nina Hasselmann wurde nicht bestraft (40.), kurz darauf scheiterte Pietie Coetzee an Torfrau Yvonne Frank scheiterte (44.). Im Gegenzug holten die DHB-Damen ihre vierte Strafecke heraus. Diesmal hatte Spielführerin Rinne mehr Glück, denn sie nutzte diese kurze Ecke entschlossen zu ihrem zweiten Turniertor. Der Jubel war groß - Deutschland ist wieder im Halbfinal-Rennen.
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