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    Feldhockey - Hockey-Damen vor dem Aus

    Für Deutschlands Hockey-Damen ist die Tür zum olympischen Halbfinale fast schon zu. Beim allerdings verdienten 1:3 (0:2) gegen Weltmeister Argentinien kassierte das Team von Bundestrainer Michael Behrmann bereits die zweite Turnier-Niederlage und hat kaum noch Chancen auf die nächste Runde.

    Im abschließenden Gruppenmatch ist am Montag zum einen ein hoher Sieg gegen Neuseeland nötig. Zudem müssten die anderen Ergebnisse in der Gruppe B passen.

    Vor 9000 Zuschauern fiel der Anschlusstreffer durch Nina Hasselmann (66. Minute) zu spät. Tore von Daniela Sruoga (13.), Superstar Luciana Aymar (28.) und Rocio Sanchez-Moccia (67.) besiegelten die Niederlage für die Deutschen, die mit dem hohen Favoriten, gegen den sie seit viereinhalb Jahren nicht mehr gewonnen haben, einfach nicht mithalten konnten.

    "Jetzt wird es verdammt schwer. Aber wir haben noch eine Chance, die es zu nutzen gilt", sagte Behrmann. Und Torfrau Yvonne Frank forderte vor dem Gruppen-Endspiel: "Ich erwarte, dass wir unsere beste Turnierleistung bringen, um es vielleicht doch noch zu schaffen."

    Erst Ehrung, dann Niederlage

    Nach einer Ehrung für Bundestrainer Behrmann, der zum 200. Mal bei einem Damen-Länderspiel auf der deutschen Bank Platz nahm, konnte die richtungsweisende Partie beginnen. Die DHB-Auswahl, die letztmals am 24. Januar 2008 die starken Südamerikanerinnen bezwingen konnte, begann verhalten. Ein alle Chancen erhaltender Punkt war das Mindestziel. Doch die Strategie wurde früh durchkreuzt: Als Mandy Haase den Ball verlor, bekam Katharina Otte die Flanke nicht unter Kontrolle - Sruoga staubte problemlos ab.

    Spielführerin Fanny Rinne & Co. mühten sich um Ordnung in ihrem Spiel, doch es mangelte an Ideen in den Offensiv-Aktionen. Bezeichnend, dass der Schuss von Julia Müller (35.) kurz vor der Pausensirene die erste torgefährliche Aktion des Vize-Europameisters war. Da stand es allerdings schon 0:2, denn nach der vierten argentinischen Strafecke zeigte Aymar ihre ganze Klasse: Sie lupfte den Ball über Haase und schoss trocken ein. Dieser von den Fans der "Las Leonas" (Löwinnen) umjubelte Treffer war eine Augenweide.

    Nach dem Wechsel machten die zuerst auf das Feld zurückgekehrten Behrmann-Schützlinge einen entschlossenen Eindruck. Doch an den Kräfteverhältnissen änderte sich nicht viel. Der Weltmeister kontrollierte das Spiel und hätte es beinahe frühzeitig entschieden, doch Rinne klärte für die bereits ausgespielte Torfrau Yvonne Frank kurz vor der Linie (45.). Lisa Hahn (55./57.) vergab die Chance auf das Ehrentor für die nun stärker aufkommenden Deutschen.

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