Von Deutschlands Gruppengegnern auf dem Weg zur WM hat nur Österreich seinen Härtetest mit Bravour bestanden. Im Duell der großen Fußball-Nationen schlug England den EM-Finalisten Italien.
Freude pur herrschte aber vor allem bei den Österreichern. Im Wiener Ernst-Happel-Stadion setzte sich die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Trainers Marcel Koller mit 2:0 (2:0) gegen die Türkei durch und feierte damit den ersten Sieg über den ehemaligen WM-Dritten seit 24 Jahren.
Nach 120 Sekunden hatte Veli Kavlak die Hausherren Koller in Führung gebracht. Nur vier Minuten später erhöhte Andreas Ivanschitz vom FSV Mainz 05 per Foulelfmeter vor 23.500 Zuschauern.
Bei Deutschlands weiterem Gruppenrivalen Schweden fiel die Entscheidung erst in den Schlussminuten. Gegen Rekordweltmeister und WM-Gastgeber Brasilien kassierte die Skandinavier eine 0:3 (0:1)-Niederlage. Leandro Damião (32. Minute) und der eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselte Alexandre Pato mit einem Doppelschlag (84./87./Elfmeter) erzielten die Tore.
Schweden tritt am 16. Oktober in Deutschland zum vierten Gruppenspiel der WM-Qualifikation gegen die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw an. Vier Tage vorher heißt der Gegner Irland mit Trainerlegende Giovanni Trapattoni. Am Mittwoch erzielten die Iren in Belgrad ein 0:0 gegen Serbien.
Revanche für England
Ein bisschen Revanche konnte England nehmen für die Viertelfinal-Niederlage bei der EM in Polen und der Ukraine. Nach dem 2:4 im Elfmeterschießen von Kiew bezwangen die Three Lions den EM-Finalisten Italien mit 2:1 (1:1). Daniele de Rossi brachte die Squadra Azzurra nach einer Viertelstunde in Bern in Führung, Phil Jagielka glich in der 27. Minute mit seinem ersten Länderspieltor aus. Jermain Defoe erzielte in der 80. Minute den englischen Siegtreffer.
Einen Sieg hätte sich auch der ehemalige England-Coach gewünscht. Bei seinem Einstand als Coach der russischen Nationalmannschaft fehlten Fabio Capello aber 13 Minuten für einen Erfolg über die Elfenbeinküste, angeführt von Kapitän und Champions-League-Gewinner Didier Drogba. Der schon bei der EM als Wunderkind gefeierte Alan Dsagojew schoss die Gastgeber zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff in Führung.
Für die Afrikaner glich Max Gradel (77.) in Moskau aber aus. Capello zog dennoch ein positives Fazit. "Ich bin einmal mehr überzeugt, dass ich ein starkes Team habe, aber daran hatte ich auch nicht gezweifelt."
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