Zu Beginn der Partie lieferten sich Judd Trump und Mark Williams ein wahres Break-Feuerwerk: In den ersten acht Frames spielten beide zehn Breaks von mehr als 50 Punkten. Aber auch brillantes Safe-Spiel und umkämpfte Frames bot ihr Halbfinale. Die ersten beiden Frames hatte sich Trump mit Breaks von 62 und 82 Punkten geholt. Im zweiten Frame lochte der 23-jährige UK Champion dabei den Frameball mit einem Cross-Double. Trump legte auch im dritten Frame eine Serie von 53 Punkten vor, doch da zeigte Williams mit einer 79 zum 1:2, dass auch er mitspielen wollte. In den nächsten drei Durchgängen ließ Trump seinen Kontrahenten aber kaum an den Tisch und zog mit Serien von 76, 62 und 82 Zählern auf 5:1 davon.
Als Judd Trump im siebten Frame wieder schnell in ein Break kam schien die Entscheidung bevorzustehen. Doch wieder patzte Trump nach 53 Punkten und Mark Williams klaute den Durchgang mit einer 66er-Serie. Die nächsten beiden Frames waren dann spannend und umkämpft. Die 54 von Williams in Durchgang acht konterte Trump mit einer 48, aber der Waliser holte den Frame auf Blau. Im neunten Frame zeigten beide, dass sie auch das taktische Spiel brillant beherrschen, und als Williams auf 4:5 verkürzt hatte war das Match wieder offen. Trotz der Aufholjagd von Williams bewies Trump aber Nerven und machte im zehnten Frame mit einer 28 und einer 58 alles klar.
Higgins mit höchstem Break ins Finale
John Higgins und Shaun Murphy knüpften beide nahtlos an die Leistungen aus dem ersten Halbfinale an. Neun Breaks von mehr als 50 Punkten schafften beide Akteure und als Krönung spielte Higgins mit einer 135 auch das neue höchste Break beim Shanghai Masters. Den ersten Frame hatte sich aber Shaun Murphy mit Breaks von 60 und 59 Punkten geholt. Die nächsten beiden Durchgänge gingen aber dank Serien von 82 und 66 Zählern an Higgins, ehe Murphy mit einer 53 das 2:2 zur Pause schaffte.
Der fünfte Frame war der einzige im Match ohne 50er-Break. Shaun Murphy holte sich hier die Führung zurück, weil John Higgins am Ende Pink lochte, obwohl er Snooker brauchte. Danach aber zog der Schotte noch einmal mächtig an, während bei Murphy die langen Einsteiger nicht mehr passten. Mit Breaks von 70, 95 und 135 Punkten zog Higgins auf 5:3 davon und legte im neunten Frame mit einer 53 den Grundstein zum Sieg. Murphy nutzte die beiden Chancen, die er noch bekam, nicht, und der "Wizard of Wishaw" holte die letzten noch fehlenden Punkte.
TV-Tipp:
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