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    Heynckes: "Das hat mir nicht gefallen"

    Bayern-Trainer Jupp Heynckes spart trotz des Sieges des FC Bayern gegen Valencia zum Auftakt in die Gruppenphase der Champions League nicht mit Kritik und schimpft über die Einstellung seiner Mannschaft in der Schlussphase.

    Herr Heynckes, die ersten drei Punkte in der Champions League sind eingefahren. Wie bewerten Sie die Leistung Ihrer Mannschaft gegen Valencia?

    Jupp Heynckes: Es war insgesamt ein souveräner Start. Natürlich haben wir auch bemerkt, dass es nicht einfach war, gegen Valencia zu spielen. Sie haben nicht umsonst 1:1 gegen Real Madrid gespielt und in Barcelona nur 0:1 verloren. Das wurde in der ersten halben Stunde deutlich, wo sie gut organisiert waren und Pressing gespielt haben. Nach dem 1:0 ist es uns dann leichter gefallen.

    Was hat Ihnen konkret nicht gefallen?

    Heynckes: In der Anfangsphase hätte ich es lieber gesehen, wenn wir ein bisschen mehr auf Risiko gespielt hätten. Meine Mannschaft hat versucht, keine Fehler zu machen, um nicht in Konter zu laufen. Wenn Valencia sich im Mittelfeld zusammengezogen hat, waren sie gefährlich.

    Wie wichtig war es in diesem Zusammenhang, gleich im ersten Spiel den ersten Sieg zu erlangen?

    Heynckes: Wichtig war es schon, gegen Valencia ein Zeichen zu setzen und damit gut in die Champions League zu starten. Man muss aber auch sagen, dass wir uns das zum Ziel gesetzt haben und man davon ausgehen konnte. Wenn man Ambitionen hat, die Gruppenphase als Erster abzuschließen, muss man gegen Valencia gewinnen.

    Bastian Schweinsteiger hat als Leader überzeugt. Ist er schon wieder ganz der Alte?

    Heynckes: Über weite Strecken hat er sehr gut gespielt. Dennoch bin ich der Meinung, dass er von Spiel zu Spiel noch besser wird. Er ist ein Spieler, der eine gute Übersicht hat und strategische Fähigkeiten. Er kommt langsam wieder auf den Stand, auf dem er vor einem Jahr war. Und er hat wieder Spaß am Fußball. Das merkt man. Er fühlt sich fit und gesund.

    Somit bekommt Toni Kroos das Vertrauen langfristig in der Offensive...

    Heynckes: Es gab letzte Saison eine Diskussion, wo die beste Position für Toni Kroos sei. Er ist ein Zwischenspieler. Ich habe immer gesagt, optimal ist für ihn das vordere Mittelfeld, weil er dort nicht nur Torgefahr entwickeln kann, sondern auch Impulse geben kann durch sein Passspiel, seine Intelligenz und mit seiner überragenden Technik.

    Nur die Suche nach dem richtigen Elfmeterschützen scheint künftig eine Herausforderung zu sein.

    Heynckes: Nö. Ich denke, dass Mario Mandzukic normalerweise ein guter Elfmeterschütze ist. Nur, ich hatte generell das Gefühl, dass wir das Spiel schon als gewonnen betrachtet haben. Frei nach dem Motto: Ach, das ist schon gegessen. Das hat mir nicht gefallen, das darf man im Fußball nicht. Wir haben noch einen Treffer kassiert und eben den Elfmeter verschossen. Wenn das Spiel länger gedauert hätte, wäre es noch gefährlicher geworden.

    Nun geht es am Wochenende nach Schalke. Was haben Sie sich mit Ihrer Mannschaft dort vorgenommen?

    Heynckes: Ja, jetzt kommt Schalke, das wird sicherlich ein gutes Spiel. Da können wir ja wieder ein bisschen wechseln (lacht).

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