Die Entscheidung über den Gesamtsieg muss am Samstag auf der Königsetappe auf dem Stilfser Joch oder am Sonntag beim abschließenden 30 Kilometer-Zeitfahren nach Mailand fallen.
Früh hatte sich auf dem drittletzten Tagesabschnitt eine 16-köpfige Spitzengruppe gebildet, aus der zwei Fahrer - Sandy Casar aus Frankreich und Stefano Pirazzi aus Italien - als Solisten den Schlussanstieg auf den Passo Pampeago in Angriff nahmen. Aber die beiden kamen auch nicht durch. Fünf Kilometer vor dem Ziel auf 2006 Meter Höhe hatte die erste Verfolgergruppe mit allen Favoriten aufgeschlossen.
Rodriguez, Hesjedal, der zweifache Giro-Sieger Ivan Basso und der Titelverteidiger Michele Scarponi (beide Italien) belauerten sich. Dann begann die Hesjedal-Show, der die Konkurrenz nichts entgegen zu setzen hatten. "Die Situation ist jetzt ideal für mich. Wenn es morgen wieder so läuft, ist alles super. Im Moment fühle ich nichts", sagte Hesjedal nach dem fesselnden Rennen.
Im abschließenden Kampf gegen die Uhr hat der ehemalige Mountainbiker Hesjedal die eindeutig besten Karten gegenüber Rodriguez und dem 1:22 Minuten hinter ihm liegenden Scarponi.
