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    Heiter bis wolkig: Vorhersage für die deutschen Teams

    Deutschland ist eine Turniermannschaft. Heißt es. Doch was, wenn die meisten Teams es gar nicht erst zum Turnier schaffen? So wie in London. Nur drei von zwölf deutschen Nationalmannschaften sind dabei. Eurosport-Reporter Tobias Laure hat die Teams begleitet. Hier seine Bilanz und die Aussichten.

    Deutsches Hockey-Team Männer (2:1 Belgien, 1:0 Südkorea, 5:2 Indien)

    "Drei Siege und neun Punkte. Passt", bringt es Mittelfeldmann Moritz Fürste auf den Punkt. Doch der Anfang war schwer. Beim Sieg gegen Belgien geriet die Schlussphase zum Zitterspiel. Danach sicherte ein Tor von Christopher Zeller den Minimal-Erfolg gegen Südkorea. Erst gegen Indien schlug die Mannschaft "eiskalt zu", wie es Fürste formuliert. Man sei "bei ungefähr 80 Prozent".

    Das sagt Bundestrainer Markus Weise: "Wir haben noch Luft nach oben, können noch mehr herausholen. Die Konzentration gilt nun dem Spiel gegen Holland, eine schwere und harte Aufgabe für uns."

    Aussichten: Die deutsche Mannschaft benötigt aus den Partien gegen die Niederlande und Neuseeland einen Sieg, um das Ticket fürs Halbfinale zu lösen. Die Chancen stehen sehr gut.

    Eurosport-Zwischenzeugnis: Note 2

    Deutsches Hockey-Team Frauen (2:1 USA, 1:3 Australien, 2:0 Südafrika)

    Kapitänin Fanny Rinne sprach nach dem ersten Spiel von einem "Chicken Run", auf den man sich trotz einer 2:0-Führung eingelassen habe. Es sollte nicht besser werden, gegen Australien wackelte die DHB-Auswahl erneut trotz einer Führung - doch dieses Mal fiel sie auch. Der Erfolg gegen Südafrika war dann schon Pflicht, um die Chance auf Platz zwei, und damit das Halbfinale zu wahren.

    Das sagt Bundestrainer Michael Behrmann: "Die Mannschaft hat damit eine gute Antwort auf das Spiel gegen Australien gegeben. Wir sind weiter im Rennen und können aus eigener Kraft alles schaffen. Man hat schon gemerkt, dass durch die erste Niederlage ein gehöriger Druck auf uns lastete. Insofern gilt es jetzt einfach mal zufrieden zu sein und sich mit mehr Ruhe auf das nächste Spiel vorzubereiten."

    Aussichten: Mit vier punktgleichen Teams (jeweils sechs Zähler) an der Spitze helfen in den beiden kommenden Partien gegen Argentinien und Neuseeland nur Siege, um sich auf keinerlei Rechenspiele einlassen zu müssen.

    Eurosport-Zwischenzeugnis: Note 3,5

    Deutsches Volleyball-Team Männer (0:3 Russland, 0:3 USA, 3:2 Serbien)

    Es sah nach einem Debakel aus, zumindest ergebnistechnisch. Die deutsche Auswahl stand kurz davor, mit drei 0:3-Niederlagen ins Turnier zu stolpern. Doch dank großer Moral und eines überragenden Angreifers Georg Grozer drehte Deutschland die Partie gegen Serbien. In der Schlussphase des Volleyball-Thrillers hatten die DVV-Equipe mehrere Matchbälle, geriet aber dennoch mit 16:17 in Rückstand und musste nun seinerseits einen Matchball der Serben abwehren - ehe das Happy End folgte.

    Das sagt Bundestrainer Vital Heynen: "Ich weiß, dass Georg Grozer Spiele entscheiden kann. Aber wir müssen Tunesien jetzt mit 3:0 oder 3:1 schlagen."

    Aussichten: Die Ergebnisse täuschen ein wenig, denn Deutschland hat in London eine Hammergruppe erwischt. Gelingt im nächsten Spiel gegen Tunesien ein Sieg, würde die erste Olympia-Viertelfinalteilnahme seit 40 Jahren (damals Team DDR) sehr wahrscheinlich. Im letzten Spiel gegen Brasilien ist man dann wieder krasser Außenseiter.

    Eurosport-Zwischenzeugnis: Note 3

    TV-Tipp:

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