Tags zuvor hatte die DHB-Auswahl in Schwerin trotz einer guten Leistung noch knapp mit 31:33 verloren. Vor 3356 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle avancierten Michael Müller (6) und Uwe Gensheimer (5/2) zu den besten deutschen Werfern. Für die Serben markierte Mijajlo Marsenic (5) die meisten Tore. "Es waren einige gute Ansätze zu sehen. Aber man hat auch gemerkt, dass einige gestandene Leute gefehlt haben", sagte Heuberger. "Wir sind in der Breite gut aufgestellt. Nun müssen wir sehen, dass wir auch in die Spitze kommen." Für den Weltmeister von 2007 waren die Partien gegen den Olympia-Neunten die ersten Länderspiele nach den Sommerspielen in London, für die sich die Deutschen nicht qualifiziert hatten.
Vier Wochen, um Schwächen abzustellen
Ohne die gesundheitlich noch angeschlagenen Martin Strobel und Holger Glandorf sowie den wegen eines Trauerfalls in der Familie fehlenden Michael Haaß mangelte es den Hausherren phasenweise an strategischer Führung. Das wurde in der Zweitauflage in der Hansestadt aber nicht deutlich, weil sich die Deutschen anders als tags zuvor von der ersten Minute an voll konzentriert präsentierten.
Die spielerischen Vorteile der ersatzgeschwächten Serben, die mit nur fünf Bundesligaprofis angetreten waren, wurden damit mehr als kompensiert. Vor allem dank der Treffsicherheit von Michael Müller und Uwe Gensheimer, die bis zur Pause jeweils fünf Tore erzielten, lag die DHB-Auswahl bei Halbzeit bereits beruhigend in Führung.
Danach leistete sie sich zwar zahlreiche Fehlwürfe. Der Vorsprung wuchs aber dennoch an, weil Torhüter Silvio Heinevetter ein sicherer Rückhalt war und die Serben stark nachließen.
Dem Bundestrainer bleibt nur wenig Zeit, um die Schwächen aufzuarbeiten. Zum Auftakt der EM-Qualifikation trifft die deutsche Mannschaft am 1. November in Mannheim auf Montenegro. Weitere Gruppengegner sind Tschechien und Israel. Die beiden Ersten sowie der beste Drittplatzierte der sieben Vierer-Gruppen sichern sich die Teilnahme an der EM vom 12. bis 26. Januar 2014 in Dänemark.
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