Der Grund: Hamilton hatte am Samstag auf seinem Twitter-Kanal ein Foto von seinen Telemetrie-Daten veröffentlicht.
997.000 Follower und unzählige andere Formel-1-Fans dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie die Grafik betrachteten - die meisten, weil sie Striche und Linien zu sehen bekamen, die sie nicht mal ansatzweise interpretieren konnten.
Trotzdem gelten Telemetrie-Daten als eines der heiligsten Geheimnisse eines Formel-1-Rennstalls. Schließlich sagen sie dem Experten alles über die Leistungsfähigkeit, die Stärken und Schwächen des Boliden. Für die Konkurrenz war Hamiltons Tweet somit ein willkommenes Geschenk.
Team fordert zum Löschen auf
Ex-McLaren-Fahrer Alex Wurz, der inzwischen für Williams als Fahrer-Coach arbeitet, twitterte daher scherzhaft: "Könntest Du bitte auch noch die Strategie und das Set-Up twittern? Danke!"
McLaren-Boss Martin Whitmarsh bestätigte am Sonntag, dass Hamilton umgehend aufgefordert wurde, den Tweet wieder zu löschen. Was auf Grund der schnellen Verbreitung im Internet jedoch ohnehin sinnlos gewesen ist.
Angeknackstes Ego als Auslöser?
Hamiltons Grund für die Veröffentlichung der Daten war offenbar ein angeknackstes Ego. Sein Teamkollege Jenson Button dominierte das Wochenende in Spa und war im Qualifikations-Training 0,821 Sekunden schneller als Hamilton.
Der wollte seinen Kritikern daher zeigen, dass der Abstand zwischen den beiden Briten ganz einfach mit der Geschwindigkeit des Autos zu erklären ist und nichts mit seinem eigenen Können zu tun hat.
Button fuhr im Qualifying mit einem neuen Flügel, Hamilton verwendete noch den alten.

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