Momentan legt er eine Pause ein.
In New York City tankt Pep Guardiola nach aufreibenden vier Jahren als Trainer des FC Barcelona Kraft für neue Herausforderungen.
Die Prognose seiner Freunde und Experten: Lange wird er es ohnehin nicht ohne Fußball aushalten.
Auch wenn der 41-Jährige zuletzt ausgebrannt wirkte, das Feuer lodert in dem Spanier weiterhin.
Und genau das ist längst auf den FC Bayern übergegriffen, der sich seit Jahren mit dem FC Barcelona misst, den Klub als Vorbild sieht und sich auf der Suche nach einem Nachfolger für Jupp Heynckes befindet, dessen Vertrag 2013 endet.
Was läge näher, den Mann zu holen, der mit den Katalanen 14 Titel holte, darunter zweimal die Champions League? Kaum etwas.
Nach Informationen von eurosport.yahoo.de gibt es bei den Bayern-Bossen einige Fürsprecher für Guardiola. Präsident Uli Hoeneß ist angetan von ihm und schwärmt gegenüber Karl-Heinz Rummenigge in höchsten Tönen von ihm. Heynckes als Spanien-Insider unterstützt ihn dabei.
Das Kriterium, dass der neue Coach Deutsch sprechen muss und das bis zuletzt strikt gegolten hat, ist derweil keine Grundvoraussetzung mehr.
In der Öffentlichkeit halten sich die Bayern bedeckt, was das Thema angeht. Es ist klar, dass sie noch für keine Stellungnahme zu erreichen sind. Zu frisch sind die Infos, die durchsickern, zu früh der Zeitpunkt der Verhandlungen, um etwas Konkretes mitteilen zu können.
Kein Treffen mit Nerlinger
Ersten Kontakt zwischen den Münchnern und dem Startrainer gab es nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" aber definitiv schon. Deren Quellen behaupten, dass der Coach zwei Optionen favorisiere - und eine davon sei der FC Bayern. Das Treffen von Sportdirektor Christian Nerlinger am Rande des spanischen Pokalfinales mit Bruder Pere soll - entgegen erster Berichte - aber nicht stattgefunden haben.
Bereits im Herbst vergangenen Jahres, so berichtet das Blatt weiter, hatte sich Guadiola bei einer PR-Veranstaltung lobend über Deutschland geäußert, "ich mag die deutsche Liga, wegen des Landes, der Stadien und weil ich eine neue Sprache lernen würde".
Gleichzeitig wird angemerkt, dass Guardiola einen guten Draht zum bisherigen Schalker Raùl pflegt und dieser dem Landsmann von den Vorteilen für Familien in Deutschland berichtete.
Fakt ist: Der Trainermarkt wird auch 2013 überschaubar sein. Joachim Löw und Jürgen Klopp stehen auch dann nicht zur Verfügung und was sind Spekulationen um Lucien Favre oder Mirko Slomka im Vergleich zu Guardiola?
Trotz des Rekordgehalts, das für den Spanier fällig werden würde, wäre seine Verpflichtung ein Coup der seinesgleichen sucht und eine Kampfansage an alle europäischen Spitzenklubs.
Es wäre also genau das, was der FC Bayern nach einer frustrierenden Saison wie der abgelaufenen will.
VIDEO - Vilanova beerbt Guardiola
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