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    Guardiola bleibt im Hinterkopf

    Matthias Sammer wird bei der Suche nach einem Heynckes-Nachfolger mitbestimmen. Es wäre keine Überraschung, fiele seine Wahl auf Pep Guardiola.

    Noch wollen die Bosse des FC Bayern die Trainerfrage partout nicht aufkommen lassen.

    "Es ist uns klar, dass es jetzt Spekulationen geben wird. Aber bis zum Weihnachtsfest werden Sie von uns kein Wort dazu hören", betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei der Vorstellung des neuen "Vorstand Sport", Matthias Sammer.

    Doch es ist davon auszugehen, dass der 67-jährige Jupp Heynckes seinen bis 2013 laufenden Vertrag nicht verlängern wird, die vergangene Saison voller Enttäuschungen hat auch ihm zugesetzt und letztlich wird auch er an Erfolgen gemessen.

    Sammer schwärmt von Guardiola

    Und: Mit Pep Guardiola befindet sich der Wunschtrainer der Münchner auf dem Markt. Kommt der gar schon im Winter?

    "Bestätigt haben wir das nicht", erwähnte Rummenigge, damit konfrontiert, umgehend klar. Dementiert hat er das Gerücht aber auch nicht.

    Warum auch? Es ist kein Geheimnis, dass sich die Verantwortlichen in dieser Personalie einig sind. Signalisiert der ehemalige Coach des FC Barcelona Interesse, werden sie alles daran setzen, ihn an die Isar zu lotsen.

    Sammer ist ohnehin schon lange ein Fan von Guardiola. Als Sportdirektor des DFB hielt er unzählige Vorträge - und in jedem sang er ein Loblied in höchsten Tönen auf den Spanier, der mit "Barca" 14 Titel in vier Jahren holte.

    "Der Trainer ist etwas Besonderes"

    Generell ist der Trainer für Sammer die "Schlüsselfigur" schlechthin. "Der Trainer ist etwas Besonderes, deshalb heißt er in England auch Boss, in Italien Mister, in Brasilien Professor, bei uns manchmal Trottel - das kann einfach nicht sein!", hat er öfter kritisiert. "Der Trainer ist für den jungen Spieler immer eine Persönlichkeit und hat eine Vorbildfunktion. Wichtig ist es, eine Mannschaftsstruktur mit Führungsspielern, Teamspielern und Individualisten zuzulassen und zu fördern. Dabei hat ein Trainer immer einen Auftrag für jeden Einzelnen", weiß Sammer.

    Zunächst konzentriert sich der neue starke Mann an der Säbener Straße allerdings noch voll auf die Zusammenarbeit mit Heynckes. Nach einem ersten "Beschnuppern" geht er ab sofort tiefer in die Analyse mit dem Fußballlehrer, um die neue Vorgehensweise abzustimmen.

    An diesem Mittwoch hat er ein ausführliches Gespräch angesetzt. "Wir haben einen sehr, sehr erfahrenen Trainer, er ist unglaublich souverän, hat eine unglaubliche Ausstrahlung. Er ist präsent, das habe ich beim ersten Training beobachtet", urteilte Sammer über Heynckes. Gleichzeitig schloss er aus, dass er in einer Notsituation als Coach einspringen würde.

    Sammer wird zwar ganz dicht bei der Mannschaft sein, "in die Aufstellung werde ich dem Trainer aber nicht reinreden", fügte er an.

    Hoeneß: Das würde ich so nicht stehen lassen

    Noch sind die neuen Eindrücke, die Hierarchien und Strukturen frisch. Hat Sammer sich jedoch spätestens im Herbst so richtig eingearbeitet, werden die Fragen nach Heynckes' Nachfolger wieder zunehmen.

    Für Hoeneß besteht offenbar tatsächlich noch die Möglichkeit, seinen Freund "Don Jupp" über 2013 zu beschäftigen. "Ich habe in einem Interview gesagt, dass wir höchstwahrscheinlich einen Neuen holen, doch das würde ich heute so nicht mehr stehen lassen", ließ er Raum für Spekulationen offen.

    Doch ob das nun ein Ablenkungsmanöver war oder nicht - Guardiola bleibt im Hinterkopf.

    VIDEO - Hoeneß: Deshalb wollten wir Sammer haben

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