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    Clásico: Großes Kino mit doppelter Hauptrolle

    Der Clásico zwischen Real und dem FC Barcelona gehört im Weltfußball zum ganz großen Kino. Und zum ganz großen Kino gehören die ganz großen Hauptdarsteller. Insofern bediente das Drehbuch der jüngsten Fortsetzung dieses Dauer-Duells in der Endlosschleife auch alle Erwartungen und einige Klischees.

    Denn es endete, wie man sich ein Duell zwischen Real und Barca eben so vorstellen würde.

    Ein temporeicher Schlagabtausch mit einigen Toren, die sich natürlich ausnahmslos auf die Protagonisten verteilen: Cristiano Ronaldo und Lionel Messi.

    Beide legten jeweils ein Mal vor und ein Mal nach. Beide ließen sich außerdem nicht lange bitten, wenn der Rivale getroffen hatte. Ronaldos Führung in der 23. Minute glich Messi nur acht Minuten später aus.

    Messis Führungstreffer in der 61. Minute egalisierte Ronaldo gar nur fünf Minuten später. Cristiano Ronaldo zwei, Lionel Messi zwei. Endstand 2:2. Ein Duell auf Augenhöhe in jeder Hinsicht. Zumindest für rund 90 Minuten.

    Kräfteverhältnis im Ungleichgewicht

    Denn in der Tabelle ist das Kräfteverhältnis im beachtlichen Ungleichgewicht. Der FC Barcelona hatte bis zum Clásico-Anpfiff alle sechs Liga-Spiele gewonnen, Real hingegen nur zwei, bei zwei Niederlagen. Madrid hätte ein Auswärtssieg im Camp Nou also durchaus gut getan. So aber hecheln die "Königlichen" dem führenden FC Barcelona weiter mit acht Punkten Rückstand hinterher.

    "Dieses Polster ist eigentlich jetzt schon dick genug, um die Meisterschaft zu entscheiden", meint Jorge Ordas von Eurosport Spanien. "Allerdings gilt in diesem Prestige-Duell die Devise: 'Nichts ins unmöglich'. Also muss man den Ball noch flach halten."

    Das dürfte Jose Mourinho ähnlich sehen. Und vielleicht gab es sich auch aus diesem Grund nach Abpfiff recht zahm: "Das war eine tolle Party. Die Fans konnten es genießen. Es war spannend und offen bis zum Ende. Und letztlich geht das Ergebnis so wohl in Ordnung."

    Das dachte Reals Coach auch über die Leistung von Mesut Özil, den er zuletzt vor versammelter Mannschaft böse zusammengestaucht hatte. "Heute hat er seine Qualitäten gezeigt", erklärte Mourinho versöhnlich.

    Ein bitterer Beigeschmack hat das Remis dennoch für beide Seiten. Barca muss wohl drei Wochen auf Dani Alves verzichten, weil der sich bereits nach einer halben Stunde eine Muskelverletzung am linken Oberschenkel zugezogen hatte. Für Barcelona die nächste Hiobsbotschaft im Defensiv-Bereich. Dort liegen bereits Gerard Pique, Carles Puyol und Eric Abidal auf Eis.

    Bei Real machte man sich unterdessen Sorgen um Cristiano Ronaldo. Der Torjäger war nach einem Zweikampf mit voller Wucht auf die linke Schulter gekracht und klagte noch am Abend über starke Schmerzen. Untersuchungen am Tag nach dem Spiel bei Ronaldo zuhause durch die Real-Ärzte ergaben jedoch, dass es sich lediglich um eine Verstauchung handle.

    In Madrid muss man den notorischen Stolz derweil eben von den "Matratzenmachern" sanft betten lassen. Es sind schließlich “Los Colchoneros" die die Hauptstadt-Fahne hochhalten. Mit einem 2:1-Sieg gegen den FC Málaga etabliert sich Atlético momentan zum unumstrittenen Katalanen-Jäger Nummer eins.

    Real muss also noch ordentlich Boden gutmachen.

    VIDEO - Reaktionen nach dem Clásico

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