Dort hätte man - ganz im Stile von Monte Carlo - ein Stadtrennen austragen wollen. Aber die Piräus-Idee ist offenbar längst schon wieder Geschichte.
Dafür hat die griechische Regierung laut Informationen von "Bloomberg" ein Budget von 28,9 Millionen Euro für den Bau einer internationalen Rennstrecke auf Formel-1-Standard in der Nähe von Patras freigegeben.
Das Geld kommt aus dem Topf des Entwicklungsministeriums. Patras ist mit etwas mehr als 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes und die veranschlagten Gesamtkosten des präsentierten Projekts belaufen sich auf 94,6 Millionen Euro.
Die Regierung hat mit der privaten Investmentfirma Racetrack Patras SA ein Abkommen geschlossen, dass rund ein Drittel der Gesamtkosten von der öffentlichen Hand finanziert werden soll.
Private Investoren müssen in Vorleistung gehen
Die privaten Investoren - ein Konglomerat von hunderten Kleinanlegern mit einer finanziell angeschlagenen Baufirma als Haupteigentümer - müssen jedoch in die Vorleistung gehen. Zum Beispiel: Wird die erste Million privat bezahlt, schießt die Regierung 300.000 Euro zu.
Dass das Rennstrecken-Projekt bei der Bevölkerung auf Anklang stoßen wird, ist unwahrscheinlich. Die meisten Griechen stöhnen unter den Folgen des 11,88 Milliarden Euro schweren Sparpakets für das Jahr 2012, zu dem weitere zwei Milliarden Euro an erhöhter Steuerlast hinzukommen - und das bei einer im Vorjahr um 6,9 Prozent geschrumpften Wirtschaftsleistung. Auch für dieses Jahr wird es EU-Prognosen zufolge ein eindeutig negatives Wirtschaftswachstum geben.
Die 28,9 Millionen Euro schwere Subvention der Rennstrecke in Patras ist eines von sieben geplanten Projekten des griechischen Entwicklungsministeriums, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Die ersten drei Projekte - insgesamt jeweils über 50 Millionen Euro teuer - wurden bereits vorgestellt, vier sollen in Kürze folgen. Das Ministerium verspricht sich davon 800 neue Arbeitsplätze und generell einen Impuls für die schwer angeschlagene griechische Wirtschaft.
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TV-Tipp:
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