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    Griechen mauern Russland raus

    Griechenland hat durch einen 1:0 (1:0)-Sieg über die favorisierten Russen das Viertelfinale der Europameisterschaft erreicht. Den Südeuropäern genügte ein russischer Abwehrfehler, um das goldene Tor durch Giorgos Karagounis zu erzielen (45.+2). Sie beenden die Vorrunde damit als Gruppenzweiter.

    Die Lehren:

    Griechenland begann für seine Verhältnisse sehr offensiv mit dem ehemaligen Bundesliga Torschützenkönig Gekas in der Startelf und begann durchaus forsch. Im Laufe der Partie bekamen die spielstärkeren Russen zwar etwas mehr Zugriff, doch nach dem Treffer rührte der Europameister von 2004, letztlich erfolgreich, Beton an.

    Die Russen, vor dem Spieltag noch Tabellenführer, müssen dagegen die Heimreise antreten. Gegen das griechische Abwehrbollwerk rannte die Advocaat-Truppe kopflos an, konnte das Tor von Sifakis nur selten ernsthaft in Gefahr bringen und scheiterte letztlich aufgrund des direkten Vergleichs.

    Während die Griechen nun ein möglicher Gegner der DFB-Elf im Viertelfinale sind, endet die Amtszeit von Trainer Dick Advocaat vorzeitig und unrühmlich.

    Die Stimmen:

    Michaelis Sifakis (Griechenland): "Unser Traum lebt weiter. Wir mögen die Situation, wenn alle auf uns herumhacken, denn daran wachsen wir nur. Wir wollen mehr Respekt, denn wir sind ein wunderbares Volk, das es nicht verdient hat so leiden zu müssen."

    Die Höhepunkte:

    10. Nächste gute Szene: Dsagojew bedient Arschawin in der Mitte, dessen Abschluss etwas zu zentral gerät und Sifakis die Möglichkeit zur Parade lässt.

    14. Kerschakow kommt am Sechzehner an den Ball und trifft ihn perfekt. Die Kugel streicht nur um wenige Zentimeter am Kreuzeck vorbei.

    45.+2 TOOOR für Griechenland! Das ist ja kaum zu glauben, kurz vor Ende der Nachspielzeit schlägt Karagounis zu. Nach einem Einwurf springt der Verteidiger unter dem Ball hindurch und eröffnet Karagounis so die Chance. Der alte Hase bleibt eiskalt und nagelt den Ball ins lange Eck.

    59. Torosidis setzt sich im Strafraum durch und versucht Gekas einzusetzen, der jedoch von Anjukow geblockt wird. Am Elfmeterpunkt stand Samaras völlig frei, doch sein Kollege hat ihn einfach nicht gesehen.

    61. Karagounis sieht Gelb für eine Schwalbe und ist damit nächstes Spiel gesperrt. Klar wollte der Torschütze das Foul im Strafraum haben, doch eine Berührung war zweifelsohne da. Für so etwas wurden auch schon Elfmeter gepfiffen.

    70. Tzavellas legt sich einen Freistoß zurecht und haut diesen über die Mauer und ans Lattenkreuz. Malafejew kann nur staunend hinterher schauen.

    84. Dsagojew kommt nach einer präzisen Arschawin-Flanke zum Kopfball. Der junge Stürmer trifft den Ball gut, doch er hat Pech, dass das Spielgerät wenige Zentimeter am Pfosten vorbei streicht.

    Der Kracher: Griechische Betonmischer

    Nach dem Treffer mauerte sich das Santos-Team hinten ein und stand mit zehn Mann am eigenen Strafraum. Diese Mauer war unüberwindbar für planlose Russen.

    Im Abseits: Griechische Betonmischer

    Schön war es nicht anzuschauen, was die Hellenen nach dem Führungstor zeigten, doch wie erfolgreich Defensivkunst sein kann, hat der FC Chelsea in dieser Saison demonstriert.

    Die Statistik: 2004

    Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst von Otto Rehhagel. Man fühlte sich nach dieser Vorstellung doch sehr an den überraschenden Titelgewinn der Griechen vor acht Jahren erinnert.

    Weitere Statistiken:

    TV-Tipp:

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