Diese hatte nämlich wenige Runden zuvor das Safety-Car auf die Strecke geschickt, damit die Streckenposten einige Trümmerteile entfernen konnten. Vettel war damit seinen Vorsprung von rund 20 Sekunden auf einen Schlag los - und vermutet offenbar, die Rennleitung habe eine Gelbphase eingestreut, um das Rennen wieder spannend zu machen und das Feld wieder zusammenzuführen.
"Ich denke, die Safety-Car-Phase hätte man sich sparen können", meinte Vettel. "Der Grund dafür ist klar. Ich glaube, eine Gefahr in diesem Sinne bestand nicht. Es lagen schon vorher Teile auf der Strecke und das hatte man so hingenommen. Gut, es ist nicht unsere Entscheidung. Ich denke, das Safety-Car hat uns in gewisser Weise das Genick gebrochen", sagte der amtierende Champion.
"Es ist scheiße gelaufen"
Weshalb, ließ Vettel offen, denn die genaue Ausfallursache sei "noch nicht ganz klar", wie er es ausdrückte. "Es war vielleicht eine Kombination aus der Safety-Car-Phase, in der man langsam fährt, und einem ähnlichen Problem, wie es Mark am Freitag hatte. Es ist scheiße gelaufen", sagte Vettel und merkte an: "Ich denke, man hat gesehen, dass wir bis dahin ungestört davonziehen konnten."
Fast eine halbe Minute betrug der Vorsprung des Doppelweltmeisters zum Zeitpunkt der Safety-Car-Phase. "Wir waren richtig schnell. Das wäre bis zum Ende sicher nicht anders gewesen. Natürlich weiß man aber nie, was gewesen wäre. Das Safety-Car hätte man sich sparen können. Doch hätte, wenn und aber - das bringt nichts. Bis zum Ausfall waren wir auf einem sehr guten Weg. Es ist natürlich bitter, so stehen zu bleiben. Ich glaube, es ist in diesem Jahr eines der Geheimnisse, nicht auszufallen."
"Es war unser erster technischer Defekt in dieser Saison. Das wird anderen auch noch passieren", meinte Vettel und ergänzte: "Ich denke, das Wichtigste ist, dass wir gezeigt haben, dass wir richtig schnell sein können. Wir haben an diesem Wochenende einen Schritt nach vorn gemacht. Ich nehme Zuversicht aus diesem Wochenende mit. Es ist auf jeden Fall noch ein langes Jahr."
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