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    Bundesliga - Wolfsburg sucht Manager, Köstner baut um

    Beim VfL Wolfsburg hat nach der Trennung von Felix Magath die Suche nach einem neuen Manager begonnen. Das Modell eines Alleinherrschers im sportlichen Bereich erklärte der Bundesligist für beendet. Das bestätigte der Klub. "Spekuliert wird viel derzeit. Das müssen wir aber nicht jeden Tag kommentieren", sagte ein Sprecher zu Mediengerüchten über angebliche Manager-Kandidaten.

    Demnach sind Christian Nerlinger, Dietmar Beiersdorfer, Christian Hochstätter, Martin Bader und sogar Hannovers Jörg Schmadtke oder Salzburgs Ralf Rangnick im Gespräch.

    Die Trennung von Magath hinterlässt bei den Niedersachsen ein Machtvakuum, da der 59-Jährige Trainer, Manager und Geschäftsführer zugleich war. Als Trainer hat vorerst Amateurcoach Lorenz-Günther Köstner das Team übernommen, die Managertätigkeiten nehmen zunächst die übrigen Geschäftsführer Thomas Röttgermann und Wolfgang Hotze war.

    Ein neuer Manager soll nach Möglichkeit zusammen mit dem Aufsichtsrat über einen neuen Cheftrainer entscheiden.

    Diego und Kjaer wieder dabei

    Interimstrainer Köstner setzt in seinem ersten Spiel als Bundesligacoach des VfL bei Fortuna Düsseldorf auf personelle Veränderungen. Mit 19 Fußball-Profis machte sich Köstner mit dem Zug auf den Weg nach Düsseldorf.

    Mit dabei waren auch Simon Kjaer, Jan Polak, Makoto Hasebe und Rasmus Jönsson die zuletzt unter Magath nicht mehr im Kader gestanden hatten. Dafür strich Köstner Felipe Lopes, Ferhan Hasani und auch Vieirinha, der bislang alle acht Saisonspiele bestritten hatte.

    Erwartet wird, dass sowohl Zwölf-Millionen Mann Kjaer als auch Diego bei der Fortuna in der Anfangsformation stehen. Beide hatte Magath in der vergangenen Saison ausgemustert und in dieser Spielzeit wieder zu integrieren versucht. Kjaer spielte allerdings erst zweimal von Beginn an. Mittelfeldstar Diego hatte beim 0:2 zuletzt gegen Freiburg 90 Minuten lang nur auf der Bank gesessen.

    Bester VfL-Trainer

    Köstner ist jetzt vor allem als Psychologe gefordert. "Mir sind Gespräche wichtig, um zu erfahren, wie die Spieler ticken", sagte der 60-Jährige. "Wir müssen uns als Mannschaft zusammenraufen." Seine Aushilfsmission beim abgestürzten Ex-Meister ist ungleich schwerer als 2010. Schon damals war der VfL-Amateurcoach ein knappes halbes Jahr Profitrainer. Mit 1,73 Punkten pro Spiel ist Köstner bis heute der erfolgreichste Bundesligacoach der Niedersachsen.

    Als Nachfolger des geschassten Armin Veh übernahm er die damals aktuelle Meisterelf, die immerhin noch in der Europa League spielte, auf Platz zehn. Beim Vergleich mit dem Januar 2010 kann sich selbst Köstner einen Seitenhieb in Richtung des nun beurlaubten Felix Magath nicht verkneifen: "In meiner ersten Zeit hatte ich eine erstklassige Mannschaft übernommen. Jetzt funktioniert sie noch nicht."

    Der frühere Unterhachinger und Kölner Bundesligacoach ist nun vorerst die nächste Lösung für den VW-Versuch, die Konzerntochter VfL auf Erfolg zu trimmen. Nach anderthalb Jahren Magath mit 37 Transfers für gut 71 Millionen Euro, ständigen Personalrochaden zwischen Spielfeld und Tribüne, Ausmusterungen und minimaler Kommunikation mit den Spielern ist die Verunsicherung groß.

    "Ob jetzt alles auf Knopfdruck besser wird, weiß ich noch nicht", sagte Köstner, der von Magath einen 35-Mann-Kader übernahm.

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