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    Fußball - Doping erfasst Fußball in Spanien und Italien

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    Nach den Enthüllungen im Fuentes-Prozess liefert das Thema Doping nun auch Schlagzeilen im spanischen und italienischen Fußball. Am Mittwoch hat die staatliche spanische Anti-Doping-Agentur AEA eine Untersuchung über die Verwendung verbotener Substanzen beim Erstligisten Real Sociedad San Sebastian eingeleitet. Gleichzeitig gibt es in Spanien Meldungen über eine Verwicklung des AC Mailand in die Doping-Affäre um den Mediziner Eufemiano Fuentes. Der Verein hat dies dementiert.

    Die spanische Anti-Doping-Agentur reagierte mit ihrer Untersuchung auf die Aussage von San Sebastian früherem Vereinspräsident Iñaki Badiola. Dieser hatte erklärt, vor seiner Amtszeit im Jahr 2008 habe der Klub bei Fuentes für 327.000 Euro Dopingmittel gekauft und aus der Schwarzgeldkasse bezahlt.

    Der AC Mailand kam ins Spiel, als beim Beweisstück Nummer 844 im Fuentes-Prozess eine handschriftliche Notiz auftauchte, die offenbar vom angeklagten Dopingarzt stammt. Unter dem Kürzel "Rsoc", das mit Real Sociedad in Verbindung gebracht wird, ist dort in Zusammenhang mit der Abkürzung "IG" (steht für ein Wachstumshormon) das Wort "Milan" vermerkt.

    Der AC Mailand hat am Mittwoch in einer Presseerklärung sofort Kontakte zum spanischen Skandalarzt dementiert. Milan bestritt entschieden, jemals direkt oder indirekt Kontakte zum Arzt gepflegt zu haben. Der Klub droht mit einer Verleumdungsklage gegen all jene, die das Gegenteil behaupten sollten.

    "Nun fällt der Verdacht auch auf den AC Mailand", titelte die spanische Zeitung "El Periódico". Der Mailänder "Corriere della Sera" fragt: "Wer in Mailand soll damals einen spanischen Doktor Fuentes gekannt haben?"

    Fuentes hatte seinen Patienten in seinen Akten kodierte Namen gegeben und noch vergangene Woche erklärt, er wolle diese nicht offenlegen. "Milan" kann auch für das portugiesische Radsportteam Mileneza-Maia oder einen Sportler vom Balkan mit dem Vornamen Milan stehen", gab das Madrider Sportblatt "As" zu bedenken.

    Bei Real Sociedad scheinen jedoch Fakten zu existieren. Laut der Zeitung "El País" ermittelten Bilanzprüfer 2001 Ausgaben für Medikamente, die sich fast exakt auf die von Fuentes angegebene Summe belaufen. Stimmt dies, dann wurden die verbotenen Substanzen zumindest damals nicht aus der geheimen Schwarzen Kasse bezahlt.

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