Den ersten Beweis ihrer sportlichen Extraklasse Ivanovic lieferte Ana Ivanovic 2008 ab. Bei den French Open gewann sie ihren bislang einzigen Grand-Slam-Titel.
Es folgte der Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Die hübsche Tennisspielerin zierte fortan die Titelseiten zahlreicher Magazine, Serbiens Präsident Boris Tadic kam höchstpersönlich zu ihrem 20. Geburtstag.
"Einfach wieder frisch"
Derzeit aber kämpft Ivanovic darum, wieder in die Weltspitze zurückzukehren, mit wachsendem Erfolg. Nachdem sie beim Vorbereitungs-Turnier in Montreal in der 2. Runde noch eine 0:6, 0:6-Packung gegen Robert Vinci hinnehmen musste, steht sie nun bei den US Open im Viertelfinale. "Ich fühle mich nach einer Pause einfach wieder frisch", berichtete die 24-Jährige.
Ein Gefühl, dass die Belgraderin in den vergangenen Jahren nicht allzu oft begleitete. Die Spielzeiten 2009 bis 2011 beendete Ivanovic jeweils jenseits der Top 15, zwischendurch gab es gar eine zweijährige Durststrecke ohne Turniersieg. Auch in dieser Saison wartet sie noch auf einen Triumph.
Ivanovic brennt auf Revanche
Trotzdem, die Kurve zeigt nach oben. "Ich habe das ganze Jahr eigentlich schon gut gespielt. Vor allem die Duelle mit den Topspielerinnen waren wichtig, da habe ich gesehen, was mir noch fehlt. Die wirklich wichtigen Matches konnte ich gewinnen, da hat eine Weiterentwicklung stattgefunden", betonte Ivanovic im Gespräch mit Eurosport-Reporterin Barbara Schett.
Die Konstanz sei nun wieder da. Belohnt wurde das mit dem erstmaligen Einzug ins Viertelfinale von Flushing Meadows. Dort allerdings wartet nun die schwerstmögliche Aufgabe. Ivanovic trifft auf Wimbledon- und Olympiasiegerin Serena Williams. Gegen die US-Amerikanerin hat sie bislang alle drei Vergleiche verloren. "Also brauche ich jetzt eine Revanche". Ivanovic lässt keinen Zweifel daran, dass sie ins Halbfinale will.
"Die beste Vorhand auf der Tour"
Ihr eigentliches Ziel ist aber ein Platz in den Top 10 der Welt. Derzeit steht die von Nigel Sears trainierte Rechtshänderin auf Rang 13 des WTA Rankings. Und es sieht gut aus, denn ihr Vorjahres-Resultat in New York hat sie bereits verbessert. Vor einem Jahr kam Ivanovic bis ins Achtelfinale - wo sie ausgerechnet an Serena Williams scheiterte. Das soll sich nicht wiederholen, wenngleich Serena klar favorisiert ist.
Ivanovic' gefährlichste Waffe ist die Vorhand. "Sie hat mit Abstand die Beste auf der Tour", lobte die russische Topspielerin Nadia Petrowa. Zusammen mit ihrem neu gewonnen Selbstvertrauen ergibt das ein gutes Gesamtpaket. Der Härtetest gegen Serena wird zeigen, wie viel das wert ist.

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