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    Flensburg: Die neue Nummer 2

    Die SG Flensburg-Handewitt ist in der Handball-Bundesliga neuer erster Verfolger des THW Kiel. Gegen die Füchse Berlin holten die Norddeutschen einen Sieben-Tore-Rückstand auf. Aber auch Meister Hamburg hat die Champions League nach den jüngsten Erfolgen wieder im Blick.

    Jahrhundert-Welthandballer Magnus Wislander gratulierte per Facebook. "Herzlichen Glückwunsch", schrieb der Schwede an seinen Landsmann Ljubomir Vranjes. Und der Trainer der SG Flensburg-Handewitt war völlig aus dem Häuschen über den Auftritt seiner Mannschaft am Samstag beim 28:25 (12:17)-Bundesliga-Sieg gegen die Füchse Berlin.

    Dank des Erfolges verdrängten die Norddeutschen den Viertelfinalisten der Champions League von Platz zwei und halten als erster Verfolger von Liga-Krösus THW Kiel Kurs auf die verlockende Königsklasse.

    "Platz zwei, drei oder vier – das sind für mich alles nur Nummern", sagte Vranjes, "wir haben bis zum Saisonende noch viel Arbeit vor uns." Im Schatten des kriselnden Meisters HSV Hamburg, des Triumphzuges der Kieler und des immer wieder überraschenden Hauptstadtclubs haben sich die Flensburger nahezu unbemerkt zu einem Top-Team entwickelt: Platz zwei in der Bundesliga, Halbfinale im DHB-Pokal gegen den TuS N-Lübbecke und Halbfinale im Europacup gegen BM Aragon.

    Flensburg mit starker Aufholjagd

    "Wir steuern auf ein tolles Saisonfinale zu", sagte Geschäftsführer Holger Kaiser voller Vorfreude und urteilte: "Die Mannschaft hat sich in allen Bereichen toll entwickelt."

    Das zeigte sie gegen die Füchse eindrucksvoll. Ohne Nationalspieler Holger Glandorf, für den die Saison nach einer Operation an der Ferse und einem bevorstehenden Eingriff an diesem Montag beendet ist, lag Flensburg bereits mit 12:19 (34.) hinten. Dann aber drehte der Gastgeber auf und das Spiel zu seinen Gunsten. Das 27:24 (57.) war die Vorentscheidung. "Ich habe von meiner Mannschaft teilweise Gutes, teilweise weniger Gutes gesehen", sagte Vranjes.

    Die Berliner sind auf Platz drei abgerutscht und müssen um die direkte Qualifikation für die Champions League bangen. Dabei haderten die Füchse nicht nur mit dem Ausfall von Kreisläufer Torsten Laen wegen einer Knieverletzung, sondern ärgerten sich vor allem, dass das Sieben-Tore Polster nicht gereicht hat.

    "Eine Mannschaft unserer Qualität muss einen Sieben-Tore-Vorsprung über die Bühne bringen", sagte Manager Bob Hanning, "es ist schade, dass wir die Punkte nicht geholt haben - das war wirklich nicht nötig."

    Lindberg im Torrausch

    Von hinten rückt derweil Titelverteidiger Hamburg näher. Der HSV ist nach dem 34:26 (18:11) beim TV Großwallstadt als Vierter nur noch einen Punkt von den Berlinern entfernt. "Das hat heute ganz gut geklappt, weil die ganze Mannschaft Gas gegeben hat", sagte Rechtsaußen Hans Lindberg. Der Europameister aus Dänemark war mit 15 Toren überragender Spieler.

    Und auch die Rhein-Neckar Löwen auf Platz fünf sind trotz fünf Punkten Rückstand auf Berlin noch nicht aus dem Rennen um die Champions League. Beim 30:24 (16:8)-Sieg gegen den TuS N-Lübbecke konnte Trainer Gudmundur Gudmundsson einige Stammspieler schonen.

    Seine Ambitionen auf einen Europapokalplatz untermauerte der TBV Lemgo mit einem 29:28 (22:16)-Sieg bei MT Melsungen. Allerdings musste der Altmeister nach einer äußerst schwachen zweiten Halbzeit bis zum Schluss zittern. Nach dem Wechsel gelangen dem Team von Trainer Dirk Beuchler ganze sieben Treffer.

    Da jedoch der SC Magdeburg sein Auswärtsspiel bei der TSG Hannover-Burgdorf mit 29:22 (15:14) gewann, bleibt der Rückstand von Lemgo auf den SCM bestehen. Frisch Auf Göppingen behielt im Landesduell bei HBW Balingen-Weilstetten mit 31:27 (13:15) die Oberhand.

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    TV-Tipp:

    Das Viertelfinale der Champions League live bei Eurosport – mit den Partien Leon-Berlin (Hin: 21.4. ab 17:30 / Rück: 29.4. ab 16:00) und Zagreb-Kiel (Hin: 21.4. ab 19:00 / Rück: 29.4. ab 17:30).

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