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    Feinschliff für den Mega-Deal

    Bilbao will verhandeln! Nach Informationen von eurosport.yahoo.de werden aktuell die letzten Details im Martinez-Poker festgezurrt.

    Jupp Heynckes war gut aufgelegt bei der Pressekonferenz am Freitag, bei der eigentlich das DFB-Pokalspiel gegen Jahn Regensburg im Mittelpunkt stehen sollte.

    Ein launiger Spruch hier, ein süffisantes Lächeln dort - obwohl die Reporter kaum etwas zum Spiel am Montag fragten.

    Denn beim FC Bayern gibt es nur aktuell nur ein Thema: Kommt Javier Martinez von Athletic Bilbao? Wenn ja, wann? Und wie teuer wird er wirklich?

    "Sie müssen abwarten, bis beide Vereine etwas bekanntgeben. Mehr kann ich nicht dazu sagen", sagte Heynckes, lächelte und lenkte ab: "Wir haben heute eine Spielanalyse vom Supercup gemacht und trainiert." Für andere Themen sei gar keine Zeit gewesen - auch für ein Gespräch mit Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner nicht.

    Nach Informationen von eurosport.yahoo.de waren die Bosse kurz vor Beginn der Pressekonferenz jedoch von der Säbener Straße aus zu einem geheimen Ort in München aufgebrochen, um mit einer Delegation aus Bilbao die letzten Details des Mega-Deals festzuzurren.

    Es ist wohl der letzte Akt in der schier endlos erscheinenden Transfer-Arie um den 23-Jährigen, bevor der Wechsel in Kürze als perfekt vermeldet werden kann.

    Demnach waren die Telefonate zwischen "Mittelsmann" Heynckes und Athletic-Präsident Josu Urrutia, der einst unter Heynckes im Baskenland als Spieler aktiv war, offenbar von Erfolg gekrönt. Zuletzt hieß es, Bilbao sei nicht verhandlungsbereit und der Spieler müsse sich eventuell selbst freikaufen.

    Martinez schon am Montag im Kader?

    Martinez soll einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen und kostet die vertraglich fixierte Ablösesumme von 40 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat des FC Bayern hat dafür bereits grünes Licht gegeben.

    Einigen sich die Vereine, könnte es sein, dass Martinez bereits am Montag im Münchner Aufgebot für die Partie gegen Regensburg steht. Heynckes wollte sich allerdings auch dazu nicht näher äußern. "Javi Martinez ist ein Spieler von Athletic Bilbao. Wenn er ein Spieler von Bayern München wäre, wäre er wahrscheinlich am Montag im Kader", kommentierte er nur.

    Bis dahin bleibt alles hypothetisch. Fakt ist, dass durch den Wechsel von Martinez ein Überangebot im defensiven Mittelfeld herrschen wird. Bastian Schweinsteiger wäre neben ihm gesetzt, hinzu kämen Toni Kroos, Luiz Gustavo, Emre Can, David Alaba und Anatoli Timoschtschuk als Alternativen.

    Möglich, dass einer von ihnen den Verein noch verlässt. Timoschtschuk wird bereits mit Dynamo Kiew in Verbindung gebracht. "Es ist noch nicht abschließend geklärt, ob wir einen Spieler abgeben", sagte Sportvorstand Matthias Sammer zuletzt, legte sich aber fest: "Gustavo geht auf keinen Fall."

    So oder so sorgt Martinez für Wirbel, denn er wäre der teuerste Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Bayern-Präsident Uli Hoeneß spricht in diesem Zusammenhang zwar noch einer "wahnsinnigen Summe", doch Bauchschmerzen bereitet ihm das nicht. "Der FC Bayern kann sich das leisten", sagt auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer.

    "Die Motivation ist da"

    Heynckes sieht es ähnlich, er nimmt die Ablöse so hin: "Meine Frau sagt immer: Wenn das so ist, dann ist das eben so." Er sei der gleichen Meinung und das gelte auch im Fall Martinez. "Wenn ein Spieler zum FC Bayern kommt, muss er sofort eine Verstärkung sein", fordert er.

    Generell ist der 67-Jährige heiß auf die Saison. "Die Motivation ist da. Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert. Das was in der vergangenen Saison war, ist vergessen", weiß er. Durch einen "souveränen Erfolg" gegen Regensburg erhofft er sich einen "Schub für die Meisterschaft".

    Den könnte nun auch Martinez bringen. Dass der Transfer seines absoluten Wunschspielers so gut wie perfekt ist, wird die Ursache für Heynckes' gute Laune gewesen sein.

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