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    Federer nach Thriller im Finale gegen Murray

    Im vierten Anlauf greift Roger Federer erstmals nach dem Tennis-Olympiasieg im Einzel. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz gewann ein hochspannendes Halbfinale über fast viereinhalb Stunden mit 3:6, 7:6 (7:5), 19:17 gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro. Nun spielt er gegen Andy Murray.

    Die britische Goldhoffnung setzte sich in Wimbledon gegen den Serben Novak Djokovic mit 7:5, 7:5 durch.

    Murray bewies dabei Nervenstärke. Im zweiten Satz wehrte der Schotte sowohl beim Stand von 4:4 als auch beim 5:5 je einen Breakball gegen den Serben ab. Wenig später gelang ihm im Hexenkessel auf dem Centre Court das entscheidende Break.

    Damit kommt es am Sonntag im All England Lawn Tennis Club zu einer Neuauflage des diesjährigen Wimbledon-Finales. Vor drei Wochen hatte sich Federer gegen Murray durchgesetzt und zum siebten Mal das Grand-Slam-Turnier in London gewonnen.

    2008 in Peking hatte sich Federer mit seinem Landsmann Stanislas Wawrinka bereits Gold im Doppel gesichert, im Einzel blieb er in drei Anläufen bisher ohne Medaille.

    "Das ist ein großer Moment für mich und die Schweiz allgemein. Schließlich haben wir hier noch keine Medaille geholt", sagte Federer nach dem Kraftakt. Del Potro war dagegen am Boden zerstört und vergoss auch noch vor den Journalisten bittere Tränen.

    Dritter Satz wird zum Thriller

    Knapp drei Wochen nach seinem siebten Wimbledon-Triumph vermied Federer an gleicher Stelle eine herbe Enttäuschung und die zweite schwere Niederlage seiner Karriere gegen Del Potro. Die Nummer neun der Weltrangliste hatte ihn 2009 im Finale der US Open bezwungen. Der hochgewachsene Argentinier agierte im ersten Satz nahezu fehlerfrei, schlug stark auf und ließ Federer dank seiner mächtigen Vorhand kaum ins Spiel kommen.

    Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ der Favorit zwei Breakchancen aus und lief seinerseits mehrfach Gefahr, ein Aufschlagsspiel abzugeben. Im Tiebreak rettete sich Federer mit einem Ass in den spannenden und hochklassigen dritten Satz. Dort nutzte er schließlich nach mehreren Breakchancen eine Möglichkeit zum 10:9 und schien vor dem Sieg zu stehen.

    Doch Del Potro gelang sofort das Rebreak, danach legte er immer wieder mit einem eigenen Aufschlag vor - bis zum 17:17. Dort durchbrach Federer erneut das Service und beendete die Partie wenig später mit seinem zweiten Matchball.

    Im Herren-Doppel treffen die Franzosen Michael Llodra und Jo-Wilfried Tsonga auf die US-Zwillinge Bob und Mike Bryan. Auch die als weltbeste Kombination geltenden Amerikaner greifen erstmals nach Olympia-Gold.

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