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    FC Bayern will sich Höwedes ertauschen

    Der FC Bayern buhlt weiterhin um den Schalker Kapitän Benedikt Höwedes. Wie die "Recklinghäuser Zeitung" berichtet, haben die Münchner nicht nur eine Ablösesumme von geschätzten fünf Millionen Euro, sondern auch noch Verteidiger Rafinha im Tauschpaket für Höwedes angeboten.

    Von Petra Philippsen

    Gibst du mir, dann gebe ich dir - getreu diesem Motto erhoffen sich die Bayern, einen weiteren Haken auf ihrer langen Spielerwunschliste machen zu können. Denn wie die "Recklinghäuser Zeitung" berichtet, hat Präsident Uli Hoeneß bei seiner groß angelegten 60-Millionen-Euro-Transferoffensive erneut den Schalker Kapitän Benedikt Höwedes im Visier.

    Fünf Millionen für den Kapitän

    Über eine angebliche Ablösesumme von fünf Millionen Euro wird spekuliert, doch die Münchner würden als weiteren "Appetithappen" für die Schalker Rafinha im Austausch noch obendrauf geben. Der Brasilianer spielte bereits zwischen 2005 und 2010 bei den "Königsblauen" und war damals Leistungsträger. Danach wechselte er nach Genua, bevor ihn die Bayern im Sommer holten. Doch beim Rekordmeister konnte sich Rafinha nie durchsetzen und hockte meist auf der Ersatzbank.

    Der Verteidiger wäre also einem Wechsel nicht abgeneigt, doch Schalke-Manager Horst Heldt soll von der Personalie Rafinha laut "Bild" nicht restlos überzeugt sein. Zudem ist man auf Seiten der Schalker nicht bereit, Höwedes zu verkaufen. "Benedikt hat als Ur-Schalker nicht die Absicht, uns zu verlassen, und wir denken auch nicht darüber nach, ihn abzugeben", stellte Heldt klar. Und auch der Umworbene selbst hatte zuletzt noch betont: "Bayern ist überhaupt kein Thema für mich. Ich mache mir darüber zurzeit keine Gedanken. Mein Fokus liegt allein auf Schalke 04."

    "Werden unsere Mannschaft so lange verstärken, bis wir wieder alleine sind"

    Doch die Bayern buhlen schon seit geraumer Zeit um Höwedes, holten sich aber zunächst einmal Torhüter Manuel Neuer von Gelsenkirchen an die Isar. Da beide enge Freunde sind, soll Neuer bei den FCB-Oberen schon mal angedeutet haben, dass er gerne wieder mit Höwedes spielen würde. Im Winter kam der Transfer jedoch nicht zustande. Doch besonders nach der bitteren Finalniederlage gegen den FC Chelsea rennt Neuer nun mit diesem Wunsch offenen Türen ein. Denn dass im Abwehrbereich Handlungsbedarf besteht, darüber sind sich Trainer und Vorstand längst einig.

    "Wir werden unsere Mannschaft so lange verstärken, bis wir wieder alleine sind. Und: Wir haben das Geld dazu", betonte Hoeneß in Richtung Dortmund und hatte schon direkt nach dem verlorenen Endspiel erklärt: "Vielleicht haben wir nicht genug Spieler, die so etwas erzwingen wollen." Es ist eine klare Ansage, dass der Wind künftig wieder rauer an der Isar wehen wird. Höwedes wäre ein Spieler nach Hoeneß' Geschmack, und die finanziellen Verlockungen dürften den Kapitän am Ende nicht ganz unberührt lassen. Jerome Boateng und Holger Badstuber sollten sich besser warm anziehen.

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