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    FC Bayern: Alles zurück auf Null

    Das "Drama dahoam" hat eine hässliche Narbe hinterlassen. eurosport.yahoo.de erklärt, warum Europa gerade deshalb vor Bayern zittern muss.

    Mit entschlossenem Blick saßen Manuel Neuer und Holger Badstuber am Montag am Tisch des Mediencenters an der Säbener Straße.

    Ihre Stimmen waren laut, akzentuiert - deutlich. Chelsea? Ist nicht vergessen, aber abgehakt, verarbeitet. Auch das strahlten die beiden Nationalspieler aus.

    Sie sprachen für ihre Mitspieler, als sie sagten: "Es ist eine neue Saison, wir haben jetzt neue Chancen und können uns neue Ziele setzen."

    Auf Nachfrage von eurosport.yahoo.de wurde Badstuber konkreter: "Wir können wieder Großes erreichen - das muss uns pushen und nicht hemmen!", stellte er klar.

    Am Mittwoch (20:45 Uhr im Liveticker auf eurosport.yahoo.de) startet der FC Bayern mit dem Heimspiel gegen den FC Valencia in die Gruppenphase Champions League. Weitere Gegner der Bayern in Gruppe F sind OSC Lille aus Frankreich und der weißrussische Meister BATE Borrisow. Der Erste und Zweite ziehen ins Achtelfinale ein.

    Zum Titel fehlten in der vergangenen Runde nur Nuancen, jetzt sind die Münchner wieder einer der Top-Favoriten auf den Pokal.

    Dafür spricht einiges...

    Jetzt erst recht!

    Die Final-Niederlage im Elfmeterschießen gegen die Blues war bitter. So unendlich bitter, dass Karrieren daran zerbrechen können. Doch die Generation um Philipp Lahm (28) und Bastian Schweinsteiger (27) gehört noch nicht zum alten Eisen.

    "Ich hätte ein großes Problem, wenn ich wüsste, dass ich die Chancen nicht mehr bekomme, um diesen Titel zu spielen. Aber ich weiß: Mit dieser Mannschaft, mit diesem Verein bekomme ich die Chance wieder", sagte Kapitän Lahm zuletzt im "kicker".

    Mit Matthias Sammer wurde zudem ein Sportvorstand verpflichtet, zu dessen Grundprinzip es zählt, Energie durch Reibung zu erzeugen. Die Ansprachen in der Kabine hält weiterhin Trainer Jupp Heynckes, doch auch er will es noch einmal allen beweisen und seine Karriere mit einem großen Titel beenden.

    Vom ersten Trainingstag an war im kompletten Verein eine Trotzhaltung erkennbar. "Jeder Spieler hat seine Schlüsse gezogen, jeder hat nachgedacht und weiß nun, auf was es ankommt, welche Details wichtig sind, um ein Finale zu gewinnen."

    Neuer Offensivwirbel

    In der vergangenen Saison war Mario Gomez als Sturmspitze konkurrenzlos. Nils Petersen war keine Alternative in der Champions League, auch Ivica Olic übte nicht genug Druck aus. Die Situation im Angriff ist nun völlig anders.

    Mario Mandzukic muss seine Tauglichkeit in der "Königsklasse" erst noch unter Beweis stellen. Aber der Kroate (bislang sechs Tore in fünf Pflichtspielen) könnte sich auch in Europas Elite als Glücksgriff erweisen. Hinter ihm lauert Claudio Pizarro mit der Erfahrung von 60 Partien in der Champions League auf seine Chance. Wenn Gomez wieder fit ist, erhöht sich die Leistungsdichte noch einmal.

    Hinzu kommt eine ansprechende Anzahl von polyvalenten Akteuren, die nahezu auf jeder Position im offensiven Mittelfeld agieren können mit Toni Kroos, Thomas Müller, Xherdan Shaqiri, Franck Ribéry und Arjen Robben. Heynckes will viel rotieren, dadurch ergibt sich eine Flexibilität im Kader, die es so noch nicht gab.

    "Wir können offensiv in ganz vielen Besetzungen spielen. Das ist ein genereller Vorteil für uns in dieser Saison und eine klare Verbesserung", bestätigt auch Keeper Neuer auf Nachfrage von eurosport.yahoo.de.

    Mehr Stabilität

    Die Zusammenstellung der Abwehr ist ausgewogener.

    Philipp Lahm ist auf der rechten Seite gesetzt und wird dort auch bleiben. In der Innenverteidigung wurde der Konkurrenzkampf punktuell verschärft. Daniel van Buyten liefert sich ein Duell mit Jerome Boateng, auf der anderen Seite in der Innenverteidigung kämpfen Dante und Holger Badstuber um ihren Platz.

    Da David Alaba noch verletzt ist, muss Badstuber nach links außen ausweichen. Momentan ist das die einzige Stelle in der Defensive, auf der improvisiert werden muss.

    Javier Martinez

    Auf dem 40-Millionen-Neuzugang liegen viele Hoffnungen. Niemand weiß, wie er sich auf internationalem Parkett präsentiert, bislang hat der 23-Jährige nicht in der Champions League gespielt. Doch die Bayern-Bosse sind sicher, dass Martinez glänzen wird.

    Er soll zusammen mit Bastian Schweinsteiger das neue Kraftzentrum im Mittelfeld bilden. "Das kann ein Duo werden, das uns Stabilität verleiht. Da kommt eine Qualität zusammen, die uns gut zu Gesicht stehen wird."

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