Der aus Somalia stammende Farah gewann nach einem Sprint von der Spitze weg in 27:30,42 Minuten vor Galen Rupp aus den USA (27:30,90) und dem Äthiopier Tariku Bekele (27:31,43).
Dessen fünf Jahre älterer Bruder Kenenisa (27:32,44) verpasste auf Rang vier seinen dritten Olympiasieg in Serie über die 10.000 Meter.
"Ich kann es nicht fassen! Das Publikum schrie immer lauter! Das ist der schönste Moment meines Lebens! Danke an alle, die mich seit meiner Kindheit unterstützt haben. meine Beine waren müde, aber die Zuschauer haben mir einen Schub gegeben. Dass mein Freund Galen Rupp Zweiter wird, ist unglaublich", jubelte Farah.
Ein deutscher Teilnehmer hatte sich nicht für London qualifizieren können.
Um 21:45 Uhr erbebte die Arena in ihren Grundfesten, als Farah als Erster über die Ziellinie rannte und sich fassungslos an den Kopf fasste. 1993 hatte der gebürtige Somalier seine Heimat als Flüchtling verlassen, 19 Jahre später stand er als Olympiasieger da - und als seine Frau und seine Tochter in den Innenraum eilten, da standen vielen Zuschauern die Tränen in den Augen.

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