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    Champions League - BVB - Was für ein Ausrufezeichen!

    Die beeindruckende Leistung bei Manchester City gibt Borussia Dortmund einen weiteren Schub. Das Team von Trainer Jürgen Klopp hat die nächste Entwicklungsstufe erreicht und sich Respekt in Europa verschafft. Wenn da nur nicht diese mangelhafte Chancenverwertung wäre...

    Spätestens, wenn der Flieger aufsetzt, bei der Rückkehr nach Dortmund am Donnerstag, wird der Ärger verflogen sein.

    Überwog unmittelbar nach Spielende noch die Enttäuschung über zwei liegen gelassene Punkte, wird mit Blick auf die kommenden Herausforderungen die Brust vor Stolz über den gewonnenen Zähler schnell vor Stolz schwellen.

    Das Feuerwerk, das die Borussia beim 1:1 bei Manchester City abfackelte, leuchtete in ganz Europa. Nach einem Lehrjahr mit vielen Rückschlägen ist der deutsche Meister endlich in der Champions League angekommen.

    "Wir haben die zum Teil gehässigen Kommentare widerlegt, wir könnten nicht international spielen", tönte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

    Dortmund kann Königsklasse - das ist die Erkenntnis der Partie - unabhängig davon, dass Mario Balotelli in der 89. Minute den Ausgleich per Strafstoß erzielte. Zuvor hatte es trotz zahlreicher exzellenter Chancen für den BVB nur zu einem Tor von Marco Reus gereicht (61.).

    "Auf dieser Leistung können wir aufbauen, das war maximal diszipliniert und insgesamt ein Schritt nach vorne", konstatierte Trainer Jürgen Klopp. Schon jetzt nach zwei Partien in der Gruppe D hat seine Mannschaft vier Zähler verbucht - so viel wie nach der gesamten Gruppenphase im Vorjahr.

    Neue Sachlichkeit statt Bewunderung

    "Letztes Jahr haben wir gegen Arsenal gespielt und die Jungs haben sogar noch beim Einlaufen Fotos gemacht", beschrieb Klopp den damaligen Entwicklungsstand ironisch. Die Bewunderung ist einer neuen Sachlichkeit gewichen. Es wird nicht mehr blind angerannt, sondern pragmatisch und effektiv agiert. "Wir wollten unseren BVB-Fußball zeigen. Das ist eindrucksvoll gelungen", bilanzierte Reus treffend.

    Selbst der Gegner zollte den Westfalen Respekt. "Dortmund ist in diesem Moment wohl tatsächlich besser als wir. Wir müssen in der Champions League anders spielen, wir müssen rennen und kämpfen, es ist nicht genug, einfach zu passen", stellte City-Coach Roberto Mancini fest. Er bedankte sich gleichzeitig bei seinem Keeper Joe Hart. "Ich denke, Joe hat uns gerettet. Wir hätten es verdient gehabt, drei oder vier Tore zu kassieren", gestand der Italiener ein.

    Mancinis ehrliche Bilanz

    Auch zum strittigen Elfmeter, der zum 1:1 führte, bezog er ehrlich Stellung. "Wenn ich Trainer von Dortmund wäre, würde ich sagen, dass es keiner war..."

    Der "Verursacher" des Strafstoßes, BVB-Abwehrspieler Neven Subotic, war untröstlich. "Es war ein Alptraum. Ich dachte, warum nur bin ich der Pechvogel", jammerte er über sein unabsichtliches Handspiel. Für den Pfiff des Referees brachte der Serbe Subotic wenig Verständnis auf. Schließlich ging seine Hand nicht aktiv Richtung Ball. "Ich wurde aus gefühlt zehn Zentimetern angeschossen, soll ich mir etwa die Hand abhacken?", fragte er.

    Bei ihm dauert das Verarbeiten der Geschehnisse eventuell etwas länger. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, am Sonntag geht es zu Hannover 96 (17:30 Uhr im Liveticker auf eurosport.yahoo.de). Möglicherweise muss er dann jedoch erneut neben Felipe Santana in der Innenverteidigung agieren.

    Mats Hummels hat sich in Manchester eine Beckenprellung zugezogen. "Im Moment könnte ich nicht einmal Boccia spielen", sagte Hummels, der in der 74. Minute ausgewechselt worden war. Auch Ilkay Gündogan ging angeschlagen vom Platz, der Mittelfeldspieler hatte Rückenprobleme.

    Der BVB wird es momentan verschmerzen können, bereits gegen Frankfurt (3:3) und gegen Mönchengladbach (5:0) war Feuer drin. Die Formkurve zeigt weiter steil nach oben.

    VIDEO - Der Stand in Gruppe D

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