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    Erst Olympia, dann vors Gericht

    Bei den Olympischen Spielen soll sie eine Medaille für Kirgistan holen - genau eine Woche später muss Aisuluu Tynybekowa vor den Kadi. Am 15. August hat die 19 Jahre alte Freistil-Ringerin in ihrer Heimatstadt Bischkek einen Gerichtstermin.

    Die Athletin ist wegen eines Handgemenges mit anderen Teenagern vor einem Eisladen angeklagt worden. Ihr drohen bis zu fünf Jahren Haft.

    Der Zwischenfall hatte sich bereits am 3. April ereignet. Tynybekowas Trainer Nurbek Isabekow berichtete, dass die beiden Angeklagten von drei weiblichen Teenagern und zwei jungen Männern belästigt worden sein sollen. Tynybekowa sei dabei von einer Frau angerempelt, beleidigt und an den Haaren gezogen worden.

    Der Zwischenfall soll nur einige Sekunden gedauert haben. Der Ringerverband der ehemaligen Sowjetrepublik Kirgistan hatte laut Isabekow einige Tage nach dem Vorfall einen Beschwerdebrief erhalten. Kurz zuvor hatte eine lokale Fernsehstation einen Bericht über die Olympia-Vorbereitung der jungen Ringerin gesendet. "Sie glaubt nicht, dass sie schuldig ist", meinte ihr Trainer, "sondern dass die Leute diesen Vorfall einfach nur nutzen, um ihren Namen in den Schmutz zu ziehen".

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