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    England: Alles ist verkorkst, Hilfe!

    Unsere Kollegen aus dem internationalen Netzwerk von Eurosport blicken vor der EURO 2012 mit ganz eigenen Eindrücken auf ihre Nationalteams. Sie bewerten die Ausgangslage, die Stärken, Schwächen und Erwartungen an ihr jeweiliges Team. HEUTE: ein gebeuteltes England.

    Von Alex Chick und Michael Wollny

    Ausgangslage:

    Es ist doch alles komplett verkorkst. Unser Trainer hörte im Februar einfach auf und bis zum Mai gab es keinen Nachfolger. Roy Hodgson ist gerade einmal ein paar Woche im Job und seine Kaderzusammenstellung hat viel Kritik hervorgerufen. Dass er John Terry Rio Ferdinand bevorzugt hat für einiges Stirnrunzeln gesorgt. Aber es kam noch schlimmer. Verletzungen von Frank Lampard und Gareth Barry haben dem englischen Mittelfeld das Herz herausgerissen. Scott Parker hat zudem anhaltende Probleme mit der Achillesferse.

    Phil Jagielka, Jordan Henderson und Jack Butland stehen jetzt im Team, letzterer spielte die Saison über in der 4. Liga! Wenn Parker nicht fit wird, stehen gegen Frankreich mit Henderson, Andy Carroll und Stewart Downing drei nationale Lachnummern in der Startelf. Außerdem fehlen Jack Wilshere, Kyle Walker, Paul Scholes, Michael Carrick und Darren Bent. Wayne Rooney schaut zudem erst mal nur zu. Hilfe!

    Stärken:

    Schwer zu beurteilen, da das Team in dieser Konstellation kaum zusammengespielt hat. Naja, unsere Abwehr ist gar nicht mal so übel. Ashley Cole wird zwar von jedermann gehasst, ist aber dennoch ein genialer Verteidiger. Er könnte auch auf rechts ran, weil Glen Johnson dort wacklige Leistungen zeigt. Ashley Young könnte Rooney während seiner 2-Spiele-Sperre als Nummer 10 ersetzen. Und im brillanten Joe Hart hat England auch endlich mal einen Weltklasse-Keeper in seinem Team.

    Schwächen:

    Das Mittelfeld ist eine einzige Peinlichkeit. Fällt Parker aus, bleiben fürs Zentrum Steven Gerrard, James Milner, Jordan Henderson und Phil Jones. Das ist echt tragisch, zumal mit den Verletzungen von Wilshere, Tom Cleverley und Jack Rodwell nicht mal die besten Talente Englands dabei sein werden.

    Erwartungen:

    Null! Das ist zwar ungewöhnlich für England, aber eben den Umständen geschuldet. Und plötzlich gibt es viele Experten, die genau darin die große Chance sehen. Das Team spielt ohne Erwartungsdruck. Ich sehe das aber nicht so. Die Erwartungshaltung ist aus gutem Grund niedrig, da wir einfach nur Mittelklasse sind.

    Dem Team fehlen zehn unserer besten Spieler. Aber wir haben, abgesehen von Frankreich, eine machbare Gruppe. Schweden ist nur noch ein Schatten seiner selbst und für die Ukraine spricht bestenfalls der Heimvorteil. Wir stolpern also durch die Gruppe ins Viertelfinale, wo uns Spanien in alle Einzelteile zerlegen wird.

    VIDEO - Englands Gruppe D im Fokus

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