TOR:
René Adler (Hamburger SV): Der "Überflieger" der Hamburger präsentierte sich wie schon gegen Borussia Dortmund in prächtiger Verfassung und hielt zum 125. Geburtstag seines Vereins mit zahlreichen Glanzparaden im zweiten Durchgang den Sieg fest. Didier Ya Konan, Mohammed Abdellaoue und Co. verzweifelten am 27-Jährigen, der nach einer persönlich schwierigen Zeit wieder zur Höchstform aufläuft. Spielt der Ex-Leverkusener weiterhin so konstant, ist er in absehbarer Zeit wieder ein Kandidat für die Nationalmannschaft.
ABWEHR:
Ragna Klavan (FC Augsburg): Er zeigte eine äußerst stabile und zweikampfstarke Leistung. Zwar glänzte die komplette Abwehr gegen die Hoffenheimer Offensive, Klavan stach unter seinen Mitspielern allerdings heraus. Er konnte fast jedes Kopfballduell gewinnen und hatte Stürmer Joselu über die gesamte Spielzeit im Griff.
Heiko Westermann (Hamurger SV): Der Innenverteidiger zeigte sich im Vergleich zu den ersten Spielen der Saison klar verbessert und gewann im ersten Durchgang überragende 90 Prozent seiner Zweikämpfe. Somit hatte er neben seinem Torhüter einen erheblichen Anteil daran, dass der HSV zum ersten Mal in dieser Saison zu null spielte. Der Ex-Schalker ging mit gutem Beispiel voran, biss lange Zeit auf die Zähne und spielte mit einem Muskelfaserriss bis zum Schlusspfiff durch.
Nikolce Noveski (FSV Mainz 05): Die Mainzer wussten, bei wem sie sich am Ende bedanken mussten, denn ihr mazedonischer Innenverteidiger rettete ihnen beim Schussfestival (19 Torschüsse) der Wolfsburger ein ums andere Mal in brenzligen Situationen die Führung. "Wolfsburg liegt uns anscheinend", meinte er hinterher - auf ihn traf das heute zu 100 Prozent zu. Noveski spielte ruhig, mit Übersicht und energisch als Ausputzer.
MITTELFELD:
Marco Reus (Borussia Dortmund): Gegen seinen Ex-Verein erwischte er einen Gala-Abend. Der Nationalspieler war Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel und erzielte selbst zwei Treffer. Bis zu seiner Auswechslung lief über ihn und seine linke Seite fast jede Aktion. Als Beispiel seiner Spielfreude schnappte sich Reus beim Führungstreffer auf Höhe der Mittellinie den Ball, marschierte mit einem schönen Solo-Lauf Richtung Gäste-Tor und schloss mit einem Schuss durch ter Stegens Hosenträger ab.
Mario Götze (Borussia Dortmund): Dortmunds Nummer 10 zeigte sich gegen die Borussia aus Gladbach sehr agil und spielte die Gäste-Verteidigung immer wieder schwindelig. Als kongenialer Reus-Partner bereitete Götze das 3:0 vor, als er den Dortmunder Neuzugang mustergültig in Szene setzte. Inzwischen harmoniert das Duo immer besser.
Sidney Sam (Bayer Leverkusen): Leverkusens Joker schlug nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung erstmals zu und hielt die "Werkself" mit seinen beiden Treffern in der Erfolgsspur. Dem 24-Jährigen war der Trubel um den Verlust seines Führerscheins wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss nicht anzumerken. Der Ex-Lauterer brachte im entscheidenden Moment mehr Schwung und Geradlinigkeit in das bis dahin zumeist lahmende Offensivspiel der Gastgeber.
Xherdan Shaqiri (FC Bayern): Der quirlige "Frechdachs" belebte nach seiner Einwechslung das eingeschlafene Spiel des Rekordmeisters. Nicht nur, dass Bremens Keeper Mielitz einen herrlichen Flachschuss (75.) des Schweizers in großer Not entschärfen musste. Mit einem dynamischen Antritt und einem mustergültigen Querpass auf den mitgelaufenen Mandzukic bereitete er außerdem den entscheidenden Bayern-Treffer zum 2:0 vor.
Alexander Meier (Eintracht Frankfurt): Egal, ob erste oder zweite Liga - er trifft und trifft und trifft. Die Frankfurter "Institution" erzielte gegen Freiburg zwei sehr wichtige Tore. Der 29-Jährige traf mit einer wunderschönen Einzelaktion auf Höhe der Strafraumgrenze zum 1:1, ehe er seine Mannschaft nach einem Oczipka-Eckball mit einem Kopfball aus zentraler Position in Führung brachte.
STURM:
Martin Harnik (VfB Stuttgart): Der Angreifer hat sich seinen Platz in der Elf der Woche redlich verdient. Er erarbeitete sich gegen die "Clubberer" zahlreiche Torchancen und war einer der Aktivposten der Schwaben. Immer wieder brachte er sich hervorragend in Position. So auch beim sehenswerten Treffer zum 2:0, den er aus halbrechter Position erzielte.
Dani Schahin (Fortuna Düsseldorf): Er brachte seine Mannschaft fast alleine zurück ins Spiel und rettete den Düsseldorfern mit zwei schönen Aktionen am Ende das Unentschieden. Zunächst brachte sich der 23-Jährige im Strafraum schlitzohrig in Position und drückte den Ball zum 1:2 über die Linie. Später verwertete er eine von der rechten Seite geschlagene Levels-Flanke per Kopf zum Ausgleich. Obwohl ihn die Schalker Spieler immer wieder hart attackierten, zeigte sich Schahin in der zweiten Spielhälfte kämpferisch und zweikampfstark.

TV-Tipp:
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