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    Eklat in Düsseldorf, Schiedsrichter k.o

    Fortuna Düsseldorf kommt in der Vorbereitung auf die neue Saison in der Bundesliga nicht zur Ruhe. Das Testspiel des Aufsteigers gegen den portugiesischen Spitzenclub Benfica Lissabon wurde nach einer tätlichen Attacke durch Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) abgebrochen.

    Der Referee war in der 40. Minute von Benfica-Kapitän Luisao zu Boden gestreckt worden.

    "Das ist das Schlimmste, was ich je im Fußball erlebt habe. Es ist deprimierend, mit sowas in Verbindung gebracht zu werden", sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth nach dem Abbruch. Die Entscheidung, das Spiel nicht fortzusetzen, wurde Frymuth von Fischer im Kabinentrakt mitgeteilt. Der Unparteiische hatte sich zunächst vom Düsseldorfer Teamarzt behandeln lassen. Wie der Fernsehsender "Sport1" mitteilte, habe Fischer über Kopfschmerzen geklagt.

    Bis zum Abbruch verlief die Partie vor 22 000 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena relativ fair. Erst als Fischer beim Spielstand von 0:0 eine Gelb-Rote Karte gegen Benfica-Profi Savi Garcia Fernandez zeigen wollte, lief Luisao auf den Unparteiischen zu und versetzte ihm einen Check. "Wenn so ein Schrank auf den Schiedsrichter zugelaufen kommt und ihn checkt, ist klar, wie das ausgeht", meinte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz.

    "Das stört unsere Vorbereitung extrem"

    Fischer ließ sich zunächst in die Kabine bringen und entschied eine Viertelstunde später, das Spiel nicht wieder anzupfeifen. "Ich hoffe, dass es Konsequenzen durch die UEFA gibt", sagte Frymuth, der den Vorfall der Europäischen Fußball-Union melden will.

    Um das Publikum nicht zu verärgern, teilte Fortuna-Trainer Norbert Meier seinen Kader in zwei Mannschaften auf und ließ ein Testspiel austragen. "Unsere Generalprobe wurde außer Kraft gesetzt, das stört unsere Vorbereitung extrem", schimpfte Meier.

    Nachdem es Mitte Mai im Relegationsspiel gegen Hertha BSC zu Ausschreitungen gekommen war, mussten die Düsseldorfer zunächst wegen eines Protestes um den Aufstieg bangen. Zudem wurde ein Geisterspiel gegen die Fortuna verhängt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatte erst in einer Berufungsverhandlung in Frankfurt/Main entschieden, dass der Aufsteiger in den ersten beiden Heimspielen der neuen Saison jeweils 25.000 Heim- und maximal 5000 Gästefans zulassen darf.

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