Das Olympische Dorf der Reinigungskräfte liegt im Norden Londons und besteht aus schlichten Wohncontainern.
In einem Container sind zehn Personen untergebracht, 25 teilen sich ein Klo, sogar 75 Personen nur eine einzige Dusche.
Die dort lebenden Arbeiter haben in ihren Verträgen eine Verschwiegenheitsklausel festgeschrieben, berichtet die "Daily Mail". Niemand soll von den ekligen Zuständen in diesem geheimen Olympia-Dorf erfahren.
Doch die Klausel bringt nichts. Die Zustände sind dermaßen unmenschlich, dass die Betroffenen einfach darüber reden müssen. "Als ich zum ersten Mal die Metalltüren und den Turm in der Mitte sah, hat mich alles an ein Gefängniscamp erinnert", erzählt Andrea Murnoz der Zeitung. Der spanische Stundent wollte sich eigentlich für einen Job bei Olympia bewerben, hatte es nach Besichtigung der Unterbringung dann aber gelassen. "Zwei meiner Freunde arbeiten dort, aber sie bereuen es jetzt schon."
"Es ist hier wie in einem Slum", berichtet ein ungarischer Arbeiter. "Die Toiletten sind dreckig, und es gibt viel zu wenig Platz." Frauen sind zudem teilweise in den engen Behausungen mit Männern untergebracht. Bei Regen tropft es in die Container, in denen es bereits jetzt schon klamm und stickig ist. 700 Euro müssen die Arbeiter im Monat für die schmuddelige Unterkunft bezahlen.
Craig Lovett von der Betreiberfirma widerspricht den Vorwüfen. Toiletten und Duschen entsprächen den regulären Bedürfnissen. "Das ist hier kein Gefängnis. Niemand wird gezwungen, hier zu bleiben. Viele unserer Arbeiter kommen aus Ländern, in denen extrem hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Sie sind glücklich, bei den Spielen zu arbeiten."
Vom Regen in die milde Traufe? So zynisch kann man es auch sehen...
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