Außerdem sieht der Brite KERS als mögliche Ursache des Brandes in der Williams-Box nach dem Rennen in Barcelona.
Die genaue Brandursache wird derzeit noch von den spanischen Behörden in Zusammenarbeit mit Williams und der FIA untersucht, Ecclestone hat jedoch schon einen Verdacht.
"Ich glaube, das Feuer bei Williams hatte viel mit dem KERS zu tun, wo ein Funken übergesprungen ist. Es hätte überhaupt nicht eingeführt werden dürfen. Es ist ein teures Geheimnis, denn niemand weiß etwas darüber. Die Öffentlichkeit weiß nichts darüber und kümmert sich auch nicht darum", sagt Ecclestone.
KERS war erstmals in der Saison 2009 eingeführt worden und sollte der Formel 1 durch Nutzung der beim Bremsen freiwerdenden Energie einen umweltfreundlichen Anstrich geben. Nachdem es 2009 nur von vier Teams eingesetzt wurde, folgte 2010 das Verbot, welches 2011 jedoch wieder aufgehoben wurde. Einige Beobachter sehen in KERS einen Grund für die engen und ausgeglichenen Rennen in dieser Saison. Doch dem widerspricht Ecclestone: "Die guten Rennen haben nichts mit KERS zu tun, sondern nur mit den Reifen. Du könntest KERS abschaffen und nichts würde sich ändern."
Ecclestone hält die Pläne, nachdem die Fahrzeuge mit den neuen Motoren ab 2014 aus Gründen des Umweltschutzes in der Boxengasse nur von einem Elektromotor angetrieben werden sollen, als "gleichermaßen unnötig." Der Formel-1-Boss bezeichnet das Vorhaben als "völligen Unsinn" und erklärt: "Wenn die Teams die Größe ihrer Motorhomes oder ihrer Ausstattung verkleinerten, würden sie weniger LKW für den Transport benötigen. Mercedes hat soweit ich weiß 22 Transporter, wenn sie zwei davon abschaffen, bräuchten wir keine Elektromotoren in der Boxengasse. Die LKW verschmutzen die Luft mehr als die Rennautos. Ich bin zwar froh darüber, dass die Teams all das für die Sponsoren und das Markenimage erhalten wollen, aber sie sollen keinen Unsinn erzählen."
