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    "Dream Team" knapp an Pleite vorbei

    Die US-Basketballer haben bei den Olympischen Spielen auch ihr viertes Vorrundenspiel gewonnen und eine peinliche Pleite haarscharf vermieden. Die NBA-Stars setzten sich in London gegen Litauen knapp mit 99:94 (55:51) durch, wurden dabei aber erstmals stärker gefordert.

    Beste Werfer beim Olympiasieger von 2008 waren LeBron James und Carmelo Anthony mit je 20 Punkten.

    Bei den Litauern kam Linas Kleiza vom NBA-Club Toronto Raptors auf 25 Zähler.

    Zum Abschluss der Gruppenphase treffen die Amerikaner am Montag auf Argentinien.

    "Unser schwerstes Spiel"

    "Litauen ist ein Land mit riesiger Basketball-Tradition. Sie haben heute ausgezeichnet gespielt", lobte US-Coach Mike Krzyzewski den Gegner. "Das Spiel war wirklich wichtig für uns. Nicht nur, weil wir gewonnen haben, sondern weil die Jungs um jeden Ball kämpfen mussten. Das wird uns im weiteren Turnierverlauf helfen."

    Zwei Tage nach der Basketball-Show gegen Nigeria, als die US-Boys mit 156:73 den höchsten Sieg der Olympia-Geschichte gefeiert hatten, mussten Kobe Bryant und Co. gegen Litauen zum ersten Mal kämpfen. Die Osteuropäer ließen sich zu keiner Phase abschütteln und machten den USA das Leben mit aggressiver Defensive schwer. "Das war definitiv unser schwerstes Spiel hier bislang", sagte Chris Paul von den Los Angeles Clippers.

    Für spektakuläre Flugeinlagen im Minutentakt, wie noch in den ersten drei Begegnungen, blieb da keine Zeit. Zur Halbzeit lagen die Amerikaner lediglich mit 55:51 vorne - ihr bisher einziger einstelliger Pausenvorsprung in London.

    Litauen geht in Führung

    Kurz nach dem Seitenwechsel gingen die frech aufspielenden Litauer durch einen Dreipunktewurf von Sarunas Jasikevicius sogar in Führung (56:55). Doch innerhalb weniger Sekunden sorgten James und Kevin Durant wieder für die Führung des Turnierfavoriten.

    Litauen steckte aber nicht auf. Auch im Schlussabschnitt lieferte der Außenseiter den NBA-Profis einen heißen Fight und ging beim 82:80 und 84:80 erneut in Führung. In der entscheidenden Phase übernahm Doppel-MVP James von den Miami Heat aber das Zepter und führte sein Team wieder auf die Siegerstraße.

    Europameister Spanien kassierte dagegen seine erste Niederlage. Die Iberer verloren gegen Russland überraschend mit 74:77 (40:32). Der Herausforderer von Top-Favorit USA gab dabei eine sichere Führung noch aus der Hand. Auch 20 Punkte von NBA-Profi Pau Gasol konnten die Niederlage nicht verhindern.

    Russland ist damit neben den USA die einzige noch ungeschlagene Mannschaft. Vize-Europameister Frankreich feierte seinen dritten Sieg. Gegen Tunesien setzten sich die Franzosen dank 22 Zählern von Spielmacher Tony Parker knapp mit 73:69 (35:27) durch. China kassierte gegen Brasilien mit 59:98 die vierte Niederlage und schied aus.

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