Die Lehren:
Bochum, das zuletzt ansteigende Form zeigte, ging von Beginn an mutig zu Werke und nutzte die Unordnung der "Löwen" nach dem Platzverweis umgehend und eiskalt aus. In der Defensive ließ das Team von Karsten Neitzel wenig zu und schlug in der Offensive nach dem Seitenwechsel gnadenlos zu.
1860 München auf der anderen Seite muss sich nicht wirklich viel vorwerfen lassen. In Unterzahl wehrte sich die Mannschaft nach Kräften, kam aber selbst kaum noch zum Abschluss und musste am Ende folgerichtig den abgeklärten Bochumern den Vortritt lassen.
Die Höhepunkte:
27. Iashvili ist auf dem Weg Richtung Tor, Vallori hat die Hand drauf und bringt den Georgier zu Fall. Schiri Welz schickt den Verteidiger humorlos vom Feld. Das ist eine vertretbare Entscheidung, denn Vallori war letzter Mann.
30. TOOOR für Bochum! Nach einem langen Ball gewinnt Goretzka das Kopfballduell und legt clever ab zu Dedic, der völlig frei steht und Kiraly mit einem eiskalten Abschluss keine Chance lässt.
39. Lauth setzt sich am Fünfer stark durch und hält dann aus spitzem Winkel drauf. Die Parade von Esser ist noch besser als der Abschluss von Lauth und sichert dem VfL die Führung.
53. Glück für die Löwen bzw. Bochumer Unvermögen! Rzatkowski tankt sich auf rechts durch und spielt zu Goretzka. Der zögert zu lange, sodass der Abschluss etwas ungenau wird. Der Abpraller mutiert zur Doppelchance, doch weder Dedic noch Aydin bringen den Ball aus wenigen Metern an Kiraly vorbei.
75. TOOOR für Bochum! Nach einem Eckball von Rzatkowski ist es eine Co-Produktion der Innenverteidiger, die für die vermeintliche Entscheidung sorgt. Sinkiewicz verlängert und Maltritz köpft aus kurzer Distanz ein.
78. TOOOR für Bochum! Maltritz schnürt den Doppelpack mit einer Kopie des 2:0. Ecke, Kopfballverlängerung, Maltritz nickt ein.
Der Kracher: Bochumer Ecken
Wenn ein Innenverteidiger zwei Tore schießt, bedeutet das meist, dass die Standards gut einstudiert wurden. Beide Tore von Maltritz fielen nach dem gleichen, simplen Schema, was schließlich den Unterschied ausmachte.
Im Abseits: Kalte Ohren
Für die ersten 7500 Bochumer Fans gab es vor dem Spiel bereits das erste Weihnachtsgeschenk: Der Klub verteilte blau-weiße VfL-Mützen als Präsent an die Anhänger und sorgte für weihnachtliche Stimmung im Stadion.
Die Statistik: 600.000
Über eine halbe Million Euro ist der Einzug in die nächste Runde des Pokals wert. Für den notorisch klammen VfL ist das eine willkommene Zusatzeinnahme.
VIDEO - Höhepunkte der Bundesliga-Hinrunde


