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    DFB Pokal - Stuttgart bezwingt kämpfende Kölner

    Der VfB Stuttgart siegte durch einen Doppelschlag innerhalb von vier Minuten gegen Zweitligisten Köln und zieht ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Erst Gentner (31.) nach einer Ecke und dann Ibisevic (35.) per Handelfmeter schoßen die Führung für die Schwaben heraus. Köln zeigte Moral und kämpfte bis zum Schluss, aber der Anschlusstreffer durch Clemens (80.) kam zu spät.

    Die Lehren:

    Der VfB bestätigte im Achtelfinale des DFB-Pokals die zuletzt gute Form und siegte verdient gegen Zweitligist Köln. Die erste Halbzeit dominierten die Schwaben und erspielten sich viele Torchancen. Das Team von Bruno Labbadia brachte es im ersten Durchgang auf 72 Prozent Ballbesitz, aber in den zweiten 45 Minuten ging den Stuttgartern die Puste aus und Köln machte mehr Druck. Nach dem Anschlusstreffer brachte der VfB die Führung aber clever ins Ziel. Nach 28 Pflichtspielen geht Stuttgart mit einem wichtigen Erfolg in die Winterpause.

    Köln verlor zwar die Partie gegen den VfB und ist raus aus dem Pokal, aber verstecken muss sich das Team vom Rhein sich nicht. Die Geißböcke verschliefen die erste Halbzeit und gerieten in Rückstand, doch nach der Pause zeigte Köln Moral und Kämpfer-Herz. Stuttgart kam ins Schwimmen und die Kölner erspielten sich hochkarätige Chancen, die sie nicht konsequent nutzten. Mit dem Lattenkracher von Mato Jajalo (74.) kam auch noch Pech dazu. Der Anschlusstreffer von Christian Clemens (80.) kam zu spät, um das Spiel zu drehen. Trotzdem kann der FC mit positiver Stimmung den Aufstieg ins Visier nehmen.

    Die Stimmen:

    Christian Clemens (1. FC Köln): "Wir sind hergekommen, um zu gewinnen. In der ersten Hälfte hat die Bissigkeit gefehlt und das haben wir dann besser gemacht."

    Holger Stanislawski (Trainer 1. FC Köln): "Ich bin brutal stolz auf die Jungs. Wir sind viel gelaufen, haben gut Fußball gespielt - diese positiven Signale nehmen wir mit in die Winterpause."

    Bruno Labbadia (Trainer VfB Stuttgart): "Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich bin entspannt, was die Vertragsverlängerung angeht und werde zunächst Weihnachten mit der Familie genießen."

    Fredi Bobic (Manager VfB Stuttgart): "Die Mannschaft hat alles gegeben, und wir haben es dann herausgefordert. Stürzend haben wir uns ins Ziel gebracht und hatten etwas Glück, dass wir weitergekommen sind"

    Die Höhepunkte:

    22. Okazaki flankt von rechts in die Mitte und sein Ball wird abgefälscht. Ibisevic kommt deshalb frei zum Kopfball, aber Kessler taucht ab und klärt den Ball zur Ecke, die nichts einbringt.

    31. TOOOR für Stuttgart! Traoré bringt eine Ecke von links vors Tor. Matuschyk geht nicht mit Gentner mit und der Kapitän des VfB kann unbedrängt per Volley ins Tor zum 1:0 schießen.

    34. Harnik zieht von rechts in die Mitte und spielt zu Traoré, der wieder raus legt zu Sakai. Der Japaner bringt eine flache Flanke, aber McKenna kann den Ball wegschlagen.

    35. TOOOR für Stuttgart! Ibisevic verwandelt einen Handelfmeter eiskalt in die obere linke Ecke zum 2:0 - keine Chance für Kessler. Hector wehrte zuvor eine Flanke von Sakai mit der Hand im Strafraum ab.

    48. Ujah startet von links in den freien Raum und wird angespielt, aber Ulreich kommt aus dem Kasten und schnappt sich den Ball knapp vor dem Stürmer.

    53. Maza mit einem Bock. Er spielt den Ball in die Füße von Jajalo, der dann allein vor Ulreich steht. Sein Schuss aus spitzem Winkel geht neben das Tor - Glück für den VfB.

    65. Molinaro kommt über links und passt zu Ibisevic. Der legt sich den Ball kurz vor und schlenzt den Ball knapp neben den rechten Pfosten.

    74. Freistoß aus 30 Metern für Köln. Jajalo schießt scharf aufs Tor und der Ball kracht ans Lattenkreuz - toller Freistoß.

    80. TOOOR für Köln! Langer Ball auf links. Sakai verschätzt sich und Royer passt den Ball in die Mitte. Clemens kommt aus vollem Lauf und nimmt den Ball mit, um dann an Ulreich vorbei ins rechte Eck zum 2:1 zu treffen.

    87. Konter von Köln. Ujah spielt den Ball per Hackentrick in den Lauf von Clemens und der zündet den Turbo. Auf Höhe des Strafraums zieht er mit links ab - Ulreich kann parieren.

    Der Kracher: Kölner Moral

    Nach dem 0:2-Rückstand aus der ersten Halbzeit zeigte sich Köln im zweiten Abschnitt mit anderem Gesicht. Die komplette Mannschaft kämpfte um den Anschlusstreffer und bereitete den Stuttgartern große Probleme in der Defensive. Es fehlte nur das Quäntchen Glück und die Effizienz im Abschluss.

    Im Abseits: Stuttgarter Nachlässigkeit

    Für den VfB war es ein verdienter, aber auch glücklicher Sieg. Vor allem in der Phase nach der Pause spielte Stuttgart ohne Struktur und hatte Glück, keinen schnellen Anschlusstreffer zu kassieren. Auch nach einer langen Saison mit 28 Pflichtspielen muss die Labbadia-Elf den Einzug ins Viertelfinale mit mehr Engagement verteidigen.

    Die Statistik: 13

    Der VfB Stuttgart gewann das erste Mal seit 13 Jahren ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Den letzten Heimsieg gegen den FC gab es 30. November 1999, ebenfalls im Achtelfinale des DFB-Pokals.

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