Bronze ging an das australische Duo.
Welte und Vogel waren schon dank der Disqualifikation von Großbritannien in der ersten Runde vom dritten auf den zweiten Platz vorgerückt und damit bei der olympischen Premiere des Wettbewerbs ins Finale gekommen. Den Gastgeberinnen wurde vor 6000 Zuschauern im neuen Velodrom ebenfalls ein Wechselfehler zum Verhängnis.
Im Endlauf hatten die deutschen Weltmeisterinnen auf der Bahn gegen das Duo aus China kaum eine Chance. Die Asiatinnen hatten im ersten Wettbewerb sowohl in der Qualifikation als auch der ersten Runde den Weltrekord verbessert. Zunächst hatten die Britinnen in der Qualifikation den Weltrekord unterboten.
Das deutsche Männer-Trio sicherte sich Bronze.
"Soviel Glück - komisch"
Fassungslos griffen sich Welte und Vogel an den Kopf und konnten ihr verspätetes Gold-Glück kaum glauben. Das Sprintduo hatte schon strahlend erste Interviews zum zweiten Platz gegeben, als sie plötzlich im olympischen Radoval als Olympiasiegerinnen dastanden. Die im Finale schnelleren Chinesinnen wurden wegen eines Wechselfehlers zurückgestuft und mussten sich mit Silber begnügen. "Das muss ich erst einmal sacken lassen", so Welte. Und auch Vogel wusste nicht, wie ihr geschah: "Soviel Glück auf unserer Seite - komisch."
"Olympiasieger - ein Traum ist wahrgeworden", freute sich Vogel an einem völlig verrückten Abend in London.
"So will man eigentlich nicht gewinnen, aber die Regeln sind nun mal für alle da", sagte die Thüringerin, bevor sie mit ihrer Teamgefährtin in eine lange Partynacht startete. "So viel Glück hat man selten im Leben. Ein Podiumsplatz war verdient. Dass es Gold wurde, ist für die anderen schade, für uns gut", sagte Bundestrainer Detlef Uibel.
Welte hatte nach dem Gold-Coup Mühe, ihr Glück zu begreifen. "Das ist natürlich komisch, durch zwei Wechselfehler Olympiasieger zu werden. Der Frauen-Teamsprint ist das erste Mal olympisch und deswegen haben wir jetzt Geschichte geschrieben. An unsere Namen wird man sich erinnern", jubelte sie.

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